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Model Branchen-Begriffe von A-Z

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Finde die wichtigsten Begriffe der Modelbranche von A-Z einfach und verständlich erklärt. Berherrsche das Model ABC für Deinen erfolgreichen Karrierestart als Model. Grundsätzlich ist Modelbranche englisch sehr wichtig für die Arbeit. Wenn Du also bei Agenturbesuchen, Fotoshootings, Castings und den einzelnen Modeljobs überzeugen möchstes, muss Du als Model Anweisungen auf englisch verstehen und umsetzen können.

A

Agenturprovision Aktaufnahmen Anfrage / Jobanfrage Artist

B

Best Ager Bewerbung Bildbearbeitung Bodyparts Booker Boutique Agentur Buchbar ab Buchung / Booking Buyouts

C

Callsheet Calltime Casting Casting Sheet Classic Close Up Commercial Copyright Covermodel Credits

D

Darstellervertrag Direktbuchung Disposition Dressman

E

E-Casting Editorial Exklusivvertrag

F

Fashion Week Fitting Fitting Model Folgebuchung Fotoshooting

G

Gage Gesundheitserklärung Go See

I

influencer

K

Katalogjob Konfektionsgröße Kommission Kundenprovision

L

Laufsteg Location Lookbook

M

Mannequin Media Channels Modelbook Modelkartei Modellook Modelmaße Modelrelease Modelvertrag Moods Mutteragentur

N

New Face

O

On Stay OOH Option Optionszeitraum Overtime

P

Partneragentur Plus Size Polaroids POS Posing PPM Prep Day Pre-Selection

R

Referenzen Rehearsal Reisegage Reisetage

S

Sedcard Set Shortlist Showreel Showroom Sperrtage

T

Talente Testimonial Testshooting Typveränderung

U

Underwear

V

Visagisten Vorstellungsvideo

W

Werbedreh Werbegesicht


Agenturprovision

Die Agenturprovision ist eine Vermittlungsprovision, die die Modelagentur bei der erfolgreichen Vermittlung eines Models als Honorar erhält. Diese Provision erhält die Agentur vom Model für ihre professionelle Dienstleistung im Bereich Vermittlung, Beratung und Verwaltung und ist ein Großteil der Geschäftsgrundlage der Modelagentur. Die Agenturprovision liegt bei deutschen Modelagenturen zwischen 20 - 25% der Model Gage und der Buyouts. Einige Modelagenturen und Castingagenturen berechnen dem Auftraggeber aber auch nur eine feste Pauschale bei erfolgreicher Vermittlung. Diese beträgt in der Regel dann durchschnittlich zwischen 100,- € und 200,- €. Im europäischen Ausland sind diese Provisionen häufig sogar höher als in Deutschland (bis zu 50%).

Aktaufnahmen

Bei Aktaufnahmen handelt es sich um eine künstlerische Darstellung des männlichen oder Weiblichen Körpers. Grundsätzlich ist zwischen Teilakt- und Akt-Bildern zu unterscheiden. Wird ein Model für Aktaufnahmen gebucht, so hängt die Gage davon ab, wie viel das Model von sich zeigen möchte (Model Kategorien & Arten). Grundsätzlich sollte bei der Aktfotografie nur mit erfahrenen und serösen Aktfotografen zusammengearbeitet werden. Das Mindestalter für diese Aufnahmeart beträgt 18 Jahre. Möchte das Model aus Eigeninitiative von sich Aktfotos erstellen lassen, so ist es empfehlenswert mit der Modelagentur Rücksprache zu halten und diese zu Rate zu ziehen. Das Risiko besteht, dass diese Bilder später als "Jugendsünde" negativ auf das Model zurück fällt.

Anfrage / Jobanfrage

Unter einer Jobanfrage versteht man die Anfrage eines Auftraggebers, ein bestimmtes Model buchen zu wollen. Der übermittelt dabei die Eckdaten (Briefing) für den Modeljob an die Modelagentur. Wenn der Kunde nicht direkt ein Model bucht, dann versendet die Modelagentur passende Vorschläge in Frage kommender Models und deren Sedcards per E-Mail. Im Anschluss trifft der Kunde seine Auswahl und die Agentur prüft die zeitliche Verfügbarkeit der Models. Den ausgewählten Models wird im Anschluss die Jobanfrage übermittelt. Diese entscheidet dann eigenständig, ob sie das Angebot annimmt oder nicht. Es besteht keine Verpflichtung zur Annahme dieses Jobangebots, jedoch ist eine Zusage binden, sobald das Model eine erste Option vergibt. Nach Zusage des Models trifft der Kunde dann die endgültige Entscheidung für die Buchung des Models (PPM). Im Anschluss informiert die Modelagentur alle gebuchten bzw. nicht gebuchten Models über Entscheidung des Auftraggebers.

Artist

Ein Artist ist für das Aussehen des Models bei einem Fotoshooting / Werbedreh verantwortlich. Ein Visagist oder auch international Make-up Artist genannt, ist für die Frisur und das Make-Up des Models zuständig. Stylisten sind hingegen ganzheitlich für das Outfit des Models bei Foto- oder Filmproduktionen zuständig.

Best Ager

Als Best Ager Models werden Fotomodelle im Alter zwischen 40 und 70 Jahren bezeichnet. Der Markt für Best Ager Models ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Dies hat mit dem demographischen Wandels in Deutschland zu tun, was mit den Babyboomerjahren (ab den 60er und später) in Zusammenhang steht. Best Ager Models verkörpern das Segment 40+. Viele Casting oder Modelagenturen haben sich speziell auf dieses Segment spezialisiert oder haben eigenen Fachabteilungen hierfür gegründet. Da die Weltbevölkerung tendenziell immer älter wird, hat sich auch die Zielgruppe der Best Ager, 50 Plus Models und Senior Models am Markt fest etabliert.

Bewerbung

Unter einer Model Bewerbung versteht man ganz klassisch die Bewerbung bei einer Modelagentur. Dies kann online direkt auf der Internetseite mit dem entsprechendem Formular erfolgen, per Video oder schriftlich per Post. Grundsätzlich gibt es keine Altersbeschränkung für Models. Auch die klassischen Modelmaße 90 - 60 - 90 gelten als überholt und gelten wenn, dann nur für die Fashion Models (siehe auch: Kategorien und Arten / Voraussetzungen). Hinsichtlich des demographischen Wandels und der Veränderung des Bevölkerungsstruktur werden immer mehr Senior Models, Best Ager Models und Plus Size Models gesucht. Neben den klassischen Laufstegmodels für Haute Couture und Pret á porter gibt es also einen sehr großen Bedarf an Talenten, die nicht diesem klassischen und einheitlichen Ideal entsprechen. Die Anforderungen und Vorstellungen des Kunden sind so individuell wie die Talente selbst. Professionalität, Zuverlässigkeit und Individualität sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren um im Modelbusiness erfolgreich zu sein. Wenn Du mit unserer Hilfe auch als Model oder Talent starten möchtest - hier geht es zur Bewerbung.

Bildbearbeitung

Unter Bildbearbeitung versteht man die professionelle Veränderungen von Fotos. Meist werden dabei nur grobe Aufnahmefehler behoben. Evlt. Fehlerquellen sind hierbei: Unter- oder Überbelichtung, fehlender Kontrast, Unschärfe oder der Rote Augen Effekt. Klassische Fashion- und gelten als eigener Bereich der Bildbearbeitun. Bildmontagen und Fotokompositionen sind weitere Bildbearbeitungstechniken, die jedoch das Foto in seinem Ursprung stark verändern.

Bodyparts

Bei Bodypart Models steht nicht der gesamte Körper im Focus, sondern nur besondere Körperteile (engl. Bodyparts) des Fotomodels. Bodypart Models sind sehr gefragt von Unternehmen, die perfekten Hände, Zähne, Beine, Füße oder andere Körperteile für ihr Produkt werben wollen. Das heißt, selbst wenn das Model nicht die klassischen Anforderung erfüllt, kann es als Bodypart Model erfolgreich in der Branche durchstarten. Handmodels: Grundsätzlich spiel es keine Rolle, wie der Rest des Körpers aussieht, aber Handmodelle müssen perfekte Hände haben. Egal ob männliche oder weibliche Handmodelle müssen schlanke Hände, gerade Finger, einheitliche Nagelbetten und einen schönen, gleichmäßigen Hautton vorweisen. Zumdem ist es von Vorteil, wenn Männerhände nicht zu haarig sind. Fußmodels: Die Füsse von Fußmodellen dürfen nicht zu groß sein, damit sie in Probenschuhgrößen passen. Des weiteren müssen die Füße schlank, die Zehen gerade, saubere und einheitliche Nägel sein. Sie dürfen kein Flecken oder Schwielen jeglicher Art aufweisen. Ebenso sollten Männerfüße wieder nicht allzu behaart sein. Beinmodels: Männliche Beinmodelle sollten nicht übermäßig muskulös, formschön und relativ gerade sein. Bei weiblichen Beinmodellen sollten die Beine schlank und lang und frei von Makeln, wie z. B. Krampfadern, sein. In den meisten Fällen sollten die Beine unbehaart sein.

Booker

Ein Booker ist das Bindeglied zwischen der Modelagentur, dem Model und dem Auftraggeber. Er nimmt Anfragen von potentiellen Kunden entgegen und schlägt entsprechend dem Briefing passende Models, Talente und Werbegesuchter vor. Er ist auch zuständig für die komplette Abwicklung des Auftrags. Ebenso ist er für die Verhandlungen der Modelgage und des Buyouts verantwortlich. Ist der Auftrag erfolgreich abgewickelt, so leitet er die Rechnung inklusive Spesen an den Kunden zur Bezahlung weiter. Zu den Aufgaben des Bookers gehört auch die Kundenakquise und die Pflege der Modelkartei. Um als Modelbooker tätig zu sein, gibt es weder eine Ausbildung noch ein Studium. Um in die Branche einzusteigen, empfiehlt sich ein Praktikum bei einer Modelagentur. Die Tätigkeit selbst ist vielseitig und anspruchsvoll. Der Booker muss ein Auge für Ästhetik und Details mitbringen, bei Trends immer auf dem Laufenden sein und grundsätzlich flexibel und teamfähig sein.

Boutique Agentur

Unter einer Boutique Agentur versteht man eine kleine, jedoch hochspezialisierte Agentur, das sich auf einen bestimmten Bereich eines Buchungs-Segments konzentriert hat. Die Anzahl der vertretenden Models in der Modelkartei ist relativ klein. Dadurch erreicht eine Agentur eine sehr zielgerichtete Vermarktung des einzelnen Models. Boutique-Agenturen arbeiten meist mit Fashion Models und speziellen individuellen Managementverträgen.

Buchbar ab

Die Bezeichnung "Buchbar ab" bedeutet die Angabe, ab welcher Stadt das Model gebucht werden kann. Dies ist meist der reguläre Wohnort oder Aufenthaltsort des Models. Wichtig ist diese Angabe für den Kunden deshalb, damit er anfallende Fahrkosten zum Produktionsort kalkulieren und berechnen kann. Ebenso müssen, je nach Entfernung, noch Übernachtungskosten und evtl. Verpflegungskosten berücksichtigt werden.

Buchung / Booking

Eine Buchung, im englischen und in der Branche Booking genannt, ist ein rechtsverbindlicher Vertrag zwischen dem Auftraggeber und dem Model. Generell wird in diesem Vertrag die vom Model zu erbringende Leistung und die dann fällige Gage und Buyouts schriftlich fixiert. Eine Buchung ist für beide Parteien grundsätzlich bindend und kann nur mit einer Stornierung (gegen Gebühr) wieder aufgehoben werden. Der Ablauf einer Buchung in der Praxis: Ein Kunde entscheidet sich für ein bestimmtes Model und informiert die Modelagentur über diese Zusage in mündlicher oder schriftlicher Form. Die Agentur übermittelt daraufhin eine Auftragsbestätigung (z. B. Ort, Zeitraum, Honorar etc.) und informiert das Model über die Buchung mit allen relevanten Daten (z.B. Callsheet, Fitting, Location etc.). Ist der Auftrag erledigt, so erfolgt die Endabrechnung. Das Model reicht bei der Modelagentur die Reisekosten, Übernachtungskosten und evtl. Kosten für Overtime ein. Diese werden zusammen mit der Modelgage dem Kunden in Rechnung gestellt. Nach Zahlungseingang durch den Auftraggeber, überweist die Modelagentur dem Model die Gage und die angefallenen Auslagen abzüglich der Agenturprovision.

Buyouts

Ein Buyout stellt die Abtretung der Rechte des Models und der Modelagentur an Bild- oder Videoaufnahmen an die Kunden der Agentur dar. Erforderlich wird ein Buyout aufgrund der Tatsache, dass die Models per Gesetz erst einmal die Rechte an Ihren Aufnahmen genießen. Eine kommerzielle Nutzung derselben durch die Kunden der Modelagentur ist dadurch also ausgeschlossen. Mit Hilfe des Buyouts jedoch wird festgelegt für welchen Zeitraum, in welchen Ländern sowie in welchen Medien die Aufnahmen verwendet werden dürfen. Die Höhe des Buyouts errechnet sich anhand eines vorher festgelegten Prozentsatzes vom Tageshonorar des Models. Sämtliche genannten Punkte werden nach der Aushandlung in der Buchungsbestätigung der Modelagentur festgehalten und dienen damit beiden, Auftragnehmer und Auftraggeber, als Nachweis. Dies ist essentiell, denn nicht selten plant ein Auftraggeber die Aufnahmen des Models noch über die ursprünglich vereinbarte Laufzeit hinaus zu nutzen. Das Buyout muss/kann dann neu verhandelt werden. Buyouts können auch weitere Klauseln enthalten, die dem Model Aufträge für den Wettbewerb des Auftragnehmers über die Dauer des Buyouts untersagen. Solche speziellen Bedingungen erhöhen jedoch das zu zahlende Buyout für den Auftraggeber und sind deshalb eher die Ausnahme als die Regel.

Callsheet

Ein Callsheet ist die Zusammenfassung der wichtigsten Informationen zu einer Produktion und allen Beteiligten, wie bzw. dem Model, Fotografen, Stylisten oder Visagisten, vor Produktionsstart ausgehändigt. Das Callsheet ist die Zusammenfassung und Nennung der beteiligten Personen inkl. Kontaktdaten, wichtige Treffpunkte und Uhrzeiten. Häufig werden diese Informationen am Vortag oder eine Stunden vor Produktionstermin von der Modelagentur verschickt.

Calltime

Unter der Calltime versteht man den Zeitpunkt, an dem das gebuchte Model beim Job oder dem Casting erscheinen soll. Dass das Model die Calltime genau einhält und pünktlich ist, ist sehr wichtig. Die Termine der einzelnen Models bei einem Casting sind sehr eng gesteckt und unterscheiden sich meist nur um Minuten. Sollte ein Model ihre zugewiesen Calltime verpasst haben, so wird es meist keine zweite Chance auf eine Vorstellung erhalten. Unpünktlichkeit wird in der Modelbranche grundsätzlich nicht gerne gesehen und hinterlässt einen schlechten Eindruck beim Kunden. Im schlechtesten Fall kann es sein, dass das Model von der Agentur bei wiederholten zu spät kommen nicht mehr zu Castings eingeladen wird. Deshalb wird empfohlen, grundsätzlich pünktlich zu sein. Pünktlichkeit kann bei der Calltime gerne auch mit fünf Minuten zu früh gesehen werden.

Casting

Unter einem Casting versteht man die erste Vorstellung eines Models, Schauspielers oder anderen Talents bei einem potentiellen Auftraggeber. Diese Vorstellung erfolgt nicht in Form von Schrift, Bild oder Ton, sondern der Kandidat ist direkt körperlich persönlich anwesend. Unter Audition versteht man das Modeln, Tanzen, Singen oder Vorsprechen. Bei einem E-Casting werdem dem Kunden Sedcards und / oder Casting-Videos zugesendet. Bereits die Bewerbung eines Models bei einer Modelagentur kann als Casting bezeichnet werden. Grundsätzlich ist das sorgfältige Casting für Modeschauen und Werbeproduktionen ein sehr wichtiger Faktor. Bereits in diesem frühen Stadium kann dies über Erfolg oder Mißerfolg einer Kampagne / Produktion mitentscheidend sein

Casting Sheet

Unter einem Castingsheet versteht man eine Selbstauskunft des Models im Vorfeld eines Castings. Neben Namen und den Kontaktdaten müssen die Modelmaße, Augenfarbe und die Haarfarbe angegeben werden. Das Castingsheet wird meist direkt beim Casting Termin selbst ausgefüllt oder im Falle eines E-Castings zusammen mit dem Informationsmaterial verschickt. Häufig muss das Model auch Angaben zu den letzten Tätigkeiten in der Branche machen, wie z. B. der zu letzte beworbene Konkurrenzprodukte und offene Castings. Alle Angaben auf dem Castingsheet sind selbstverständlich wahrheitsgemäß und vollständig auszufüllen und sind bindend. Neben diesen Angaben, die vom Model unterschrieben werden müssen, beinhaltet das Castingsheet noch folgende Angaben: Zeitpunkt des Fittings, Zeitpunkt und Ort des Fotoshootings sowie die Modelgage und die Buyout Bedingungen.

Classic

Unter Classic Models versteht man männliche und weibliche Fotomodelle mit den klassischen Modelmaßen. Weiter Informationen zum Thema Classic Model unter: Kategorien & Arten

Close Up

Unter einem Close-Up versteht man die Nahaufnahme des Gesichts. Hierbei wird der Kopf bis kurz unter den Schultern abgelichtet. Diese Foto wird häufig als erstes Bild im Modelbook oder der Sedcard (egal ob print oder online) verwendet. Ein Close-up soll einen ersten Eindruck vermitteln und die Mimik steht hierbei im Vordergrund.

Commercial

Unter Commercial Models versteht man Talente, die nicht die klassischen Modelmaße eines Fashion-Models erfüllen. Die Models werden meist für Werbeaufnahmen, Werbespots und Printproduktionen gebucht. Sie stellen eines der größten Segmente im Business dar. Auch die Körpergröße, die Maße und das Alter spielen eine untergeordnete Rolle und sind je nach Auftraggeber und Anforderungen unterschiedlich. Für ein Commerial Model steht ein unverwechselbarer Look, ein überzeugender Charakter und die Fähigkeit, auf Abruf gewünschte Emotionen nachzustellen, im Vordergrund. Bei einem Commercial-Fotoshooting steht das Produkt im Mittelpunkt und das Model muss dieses (re)präsentieren. Schauspielerisches Talent, Lebensfreude und positive Ausstrahlung sind wichtige Kriterien und klare Pluspunkte für die Karriere eines Commercial Models.

Copyright

Das Copyright ist allgemein das Recht an einen Bild, Foto oder geistigem Eigentum. Dieses Recht ist in Deutschland sehr umfangreich und in zahlreichen Gerichtsurteilen dokumentiert. Grundsätzlich schützt dieses Recht den Urheber des Werkes und darf nicht ohne Einverständniserklärung weiterverwendet werden. Durch entsprechende Verträge kann dieses Copyright auf Dritte übertragen werden.

Covermodel

Ein Covermodel erscheint auf der Titelseite einer Zeitschrift oder eines Magazins. Vor allem Fashion Models sollten in ihrem Modelbook einige Cover vorzuweisen haben. Zwar ist der Verdienst bei einem Cover-Shoot geringer als bei einem Shooting für eine Kampagne. Doch verschafft ein Titelbild bei einem berühmten Modemagazinen dem Model einen hohen Bekanntheitsgrad sowie ein positives Image. Eine Veröffentlichung als Covermodel kann somit die Buchungsrate und die Bekanntheit des Models enorm steigern.

Credits

Unter Credits versteht man den Urhebernachweis. Gemäß "§ 13 UrhG - Anerkennung der Urheberschaft" hat der Fotograf das Recht auf die Nennung seines Namens (im genauen von ihm festgelegten Wortlaut) im Zusammenhang mit der Reproduktion und Verbreitung seiner Bilder. Der Urheber kann jedoch frei bestimmen, ob die Bilder mit diesem Urhebernachweis gekennzeichnet werden müssen. Der Fotograf kann also auch auf die Nennung seines Namens verzichten. Beseht der Fotograf jedoch auf die Nennung seines Namens im Wortlauf, so müssen dieser unmittelbar auf dem Bild bzw. am Bild angebracht werden. Individuelle Vereinbarungen, z. B. zwischen Fotograf und einer Bilddatenbank, können jederzeit eigens vereinbart werden. Ob die Fotocredits im Impressum oder auf einer eigenen Seite dargestellt werden müssen, ist je nach Nutzungsbedingungen und Allgemeine Geschäftsbedingungen der Datenbank unterschiedlich. Hierzu gibt es in Deutschland zahlreiche Rechtsprechungen. Im Allgemeinen sind Credits sehr wichtige Aushängeschilder und Referenzen für Fotografen. Aus Veröffentlichungen mit Namensnennungen können sich Folgebuchungen ergeben, wenn das Bild des Fotografen in einer Publikation gesehen wird.

Darstellervertrag

Der Darstellervertrag wirkt nur auf den ersten Blick etwas umständlich, ist er doch in Wahrheit für die Modelagentur und die Models ein grundlegender Vertrag, der die Rechte und Pflichten sowohl des Auftraggebers als auch der Teilnehmer bei einem Fotoshooting oder einem Video- oder Filmdreh regelt. Im Darstellervertrag sind die wesentlichen Konditionen genannt. Die Höhe der Gage, die Zeitdauer bzw. die zeitliche Beanspruchung und insbesondere auch die Übernahme der Reise- und Übernachtungskosten durch Auftraggeber oder Modelagentur geben den Models die Sicherheit, dass sich die Arbeit lohnt. Insbesondere dann, wenn es sich um eine weiter entfernte Location handelt. Der Darstellervertrag regelt auch wer welche Steuern übernimmt und ob die Teilnahme längerfristig mit einem Anstellungsvertrag honoriert wird oder ob die Models ähnlich wie freie Journalisten eher kurzfristig engagiert werden sollen. Die Modelagentur erklärt im Rahmen des Darstellervertrag insbesondere auch Berufseinsteigern in das Model Business welche Variante die vorteilhafteste ist und wie sich die unterschiedlichen Anstellungsmodalitäten auswirken können. Viele Models stehen wirtschaftlich auf mehreren Beinen und kombinieren beispielsweise eine Teilzeit-Tätigkeit in einem Beruf (nicht selbständige Tätigkeit) mit einer freiberuflichen Tätigkeit, die beim Finanzamt angemeldet wird. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass das Model mit dem Darstellervertrag ein hohes Ausmaß an Sicherheit bekommt. Und dass die Erfahrung der Modelagentur dafür sorgt, dass die bedeutendsten Themenbereiche mit aufgenommen werden und das branchenübliche Standards berücksichtigt werden.

Direktbuchung

Bei der Direktbuchung geht es darum, auf welcher Basis der Kunde die Entscheidung für ein bestimmtes Modell trifft und bei der Modelagentur bucht. Im Falle einer Direktbuchung eines Models wird dieses nicht persönlich beim Kunden vorstellig. Stattdessen stellt die vertretende Modelagentur das Modelbook und die Sedcard zur Verfügung. Anhand dieser Unterlagen bildet sich der Kunde ein Urteil. Ergänzend können auch Polaroid angefordert werden. Zusätzliche Videoaufnahmen des gewünschten Models sorgen für einen sehr anschaulichen und lebendigen Eindruck, ohne dass das Model persönlich erscheinen muss. Dennoch weiß der Kunde so sehr genau, was er bekommt. Im Englischen spricht man bei einer Direktbuchung von "direct booking". Es ist also sehr wichtig für Models, stets aktuelles und aussagekräftiges Material bei der Modelagentur hinterlegt zu haben. Sollten sich irgendwelche Änderungen im Aussehen ergeben, sollten diese schnellst möglich bei der Modelagentur gemeldet werden. Insgesamt ist die Direktbuchung eher selten. Sehr viel häufiger werden Models zu Castings oder Go-Sees eingeladen. So kann sich der Kunde einen genauen Eindruck von der Persönlichkeit des Models machen. Erfahrene, etablierte Models erhalten häufiger eine Direktbuchung. Sie haben ihr Talent, ihre Zuverlässigkeit und ihre Fähigkeiten bereits bewiesen. Außerdem verfügt die Modelagentur über sehr viel Material zu dem entsprechenden Model, das es dem Kunden zukommen lassen kann. Das heißt im Umkehrschluss also auch, dass ein Model umso etabliertert ist, je mehr Direktbuchungen es erhält.

Disposition

Unter einer Disposition (Dispo) versteht man die Auflistung aller wichtigen Kontakte und Ablaufpläne der Produktion. Diese vom Kunden erstellte Liste wird allen Produktionsmitgliedern, auch den Models und Darstellern, zur Verfügung gestellt. Häufig erhält die Modelagentur die Dispo nur wenige Tage vor dem Produktionstermin und gibt diese dann unverzüglich an die Models weiter. Die Disposition sorgt für einen problemlosen Ablauf am Set / Produktionsort und dient als fester Fahrplan.

Dressman

Unter eine Dressman versteht man ein männliches Models. Dieser Begriff stammt aus den 60er und 70er, wo männliche Models in Fotokampagnen und auf dem Laufsteg Herrenoberbekleidung präsentierten. Der Betriff Dressman wird heute durch Male Model oder auch Männer Model ersetzt.

E-Casting

Ein E-Casting grenzt sich stark vom klassischen Live-Casting ab, denn hier erfolgt die Vorstellung des Models beim Kunden oder der Modelagentur in Form eines Videos. Oftmals werden E-Castings von den Agentur angeboten, wenn etwa die Anreise für ein Live-Casting für die Models finanziell oder zeitlich nicht zumutbar ist oder die Models besonders schnell ausgesucht werden müssen, weil die Zeit bis zum eigentlichen Dreh sehr knapp bemessen ist. Die für ein E-Casting einzureichenden Materialien bzw. die Anforderung an die Models gibt die jeweilige Modelagentur vor. Meist besteht das Casting aus einem kurzen Vorstellungsvideo sowie einem Video, in welchem das Model eine vorher festgelegte Filmszene nachspielen muss. Ein besonderer Vorteil ist hier natürlich, dass das Model mehrere Versuche hat, um die Szene perfekt und zur vollsten Zufriedenheit nachzustellen. Die Erfolgsaussichten sind allerdings oft höher, wenn das Model die Möglichkeit hat, sich persönlich der Modelagentur zu präsentieren. Ein weiterer Nachteil ist auch das oft fehlende Profiequipment der Models, denn nicht immer stehen hochwertige Geräte zur Verfügung, mit denen sich qualitative Videos drehen lassen. Auch der erfahrene Caster an der Seite des Models, der häufig hilfreiche Tipps und Verbesserungsvorschläge geben kann, fehlt gänzlich. Insofern genügend Zeit vorhanden ist empfielt sich immer ein Live-Casting, denn leider überwiegen die Nachteile bei einem E-Casting per Video.

Editorial

Ein Editorial Shooting nennt man die Anfertigung von Bildern für eine Haupt-Fotostrecke in einem Magazin, häufig in einem Modemagazin. Der Begriff stammt vom englischen Editorial und stellt im engeren Sinne einen Leitartikel in einer Zeitung oder in einem Magazin dar. Die Editorials der Modemagazine präsentieren in der Regel keine kommerzielle Mode zu Werbungszwecken. Fotografiert wird vielmehr anspruchsvolle Designermode in einem ausgewählten Ambiente. Im Vordergrund stehen dabei nicht die Kleider, sondern eine künstlerische Konzeption. Vom Modemagazin in Auftrag gegeben, setzt der Fotograf ein Gesamtkunstwerk in Szene. Auswahl und Präsentation der Kleider, des Models, der Location, der Requisiten und der Art der Beleuchtung sind dabei komplex und aufwändig. Wird ein Model über seine Modelagentur für ein Editorial Shooting gebucht, muss es mit einer vergleichsweise geringen Gage rechnen. Im Gegenzug kann eine solche Fotostrecke aber eine erhebliche Steigerung des Marktwertes und der eigenen Bekanntheit bedeuten. Gut bezahlte Folgeaufträge und wichtige Kontakte in die Welt der Designer, Fotografen und Modelabels sind damit verbunden. Aus diesem Grunde sind Editorial Shootings bei den Models wie auch der Modelagentur sehr gefragt. Die Modelagentur kann ein Model, das bereits für ein oder mehrere Fashion-Magazine geshootet hat, mit Glück zu höheren Gagen an renommierte Designer und Magazine vermitteln. Der Grund für die geringere Bezahlung: So kostspielig ein Editorial in der Produktion sein kann, so wenig Geld wird damit verdient. Denn die Fotostrecke wird in der Regel nur einmalig in einer bestimmten Ausgabe eines Magazins veröffentlicht. Die große Beliebtheit der Editorial Jobs bewirkt zudem ein Überangebot an Models.

Exklusivvertrag

Im Rahmen eines Exklusivvertrags garantiert das Model, über einen gewissen Zeitraum nur dem einen Kunden zur Verfügung zu stehen. In der Regel schließt der Kunde den Exklusivvertrag des Models über dessen Modelagentur ab. Gerade bei Kampagnen für die Werbung kann der Grund für einen Exklusivvertrag im Wiedererkennungswert des Models liegen. Das Model wird eindeutig und ausschließlich nur mit der einen Marke, der einen Firma oder dem einen Produkt in Verbindung gebracht. Das hat für die Vermarktung große Vorteile. Gilt der Exklusivvertrag genau für den Zeitraum einer Werbekampagne, spricht man auch von Kampagnen-Exklusivität. Für das Model und seine Modelagentur haben Exklusivverträge ebenso Vorteile. Meist zahlt der Kunde hohe Summen für das Exklusivrecht. Dies rechtfertigt sich dadurch, dass das Model in der Zeit nicht anderweitig vermittelt werden kann und somit keine Einahmen aus anderen Verträgen bekommen kann. Außerdem erhöhen Exklusivverträge den Marktwert des Models. Einerseits ist es eine sehr positive Referenz, wenn ein Model exklusiv gebucht wird. Andererseits steht es somit seltener zur Verfügung. Diese Verknappung erhöht den Preis. Neben dem Exklusivvertrag zwischen Kunden und Models kann auch eine Modelagentur einen Exklusivvertrag mit seinen Models vereinbaren. Mit diesem Vertrag verpflichtet sich das Model für die vorgegebene Laufzeit, keine andere Agentur mit der Vermittlung an Kunden zu beauftragen. Ist ein Model bei vielen Agenturen unter Vertrag, kann sich das ungünstig auf das Einkommen auswirken. Möchte ein Kunde nämlich ein bestimmtes Model buchen, wird es sich an die Modelagentur mit dem günstigsten Angebot wenden.

Fashion Week

Fashion Weeks werden die jährlich stattfindenden Modemessen in den Metropolen der Welt genannt. Paris, Mailand, London und New York sind am bekanntesten für ihre Fashion Weeks. Daneben haben sich aber auch in Städten wie Hong Kong, Istanbul, Berlin oder Kopenhagen erfolgreich Modewochen etabliert. So werden von der Zeitschrift "Elle" 130 Fashion Weeks weltweit gezählt. Die bekanntesten von ihnen finden zweimal im Jahr statt. Sie zeigen die aktuellen Frühjahr-/Sommer- sowie Herbst-/Winter-Kollektionen für das jeweilige Folgejahr. Die Models präsentieren hier Haute Couture (hand- und maßgeschneiderte Luxuskreationen bedeutender Modehäuser) und Prêt-à-Porter-Mode (tragefertige Bekleidung). Models, die von ihrer Modelagentur für Fashion-Week-Castings ausgewählt werden, müssen besonders hohe körperliche Anforderungen erfüllen. Die Auswahlkriterien bei den Modelmaßen können von Agentur zu Agentur variieren. In der Regel gilt eine Mindestgröße von 175 cm und als Konfektionsgröße nicht mehr als 34 bis 36. Piercings und Tatoos sind eher hinderlich. Das ideale Alter liegt bei höchstens 19 Jahren. Gute Chancen auf einen Laufstegjob haben diejenigen Models, die darüber hinaus einen jungen, frischen und neuen Look besitzen. Models, die auf einer Fashion Week laufen, erleben viel Hektik und Stress. Oft laufen sie mehrere Modenschauen an einem Tag. Andererseits eröffnet die Teilnahme an einer Fashion Week auch große Chancen: Viele Fashion-Models können während der Modewochen ihre Bekanntheit und ihren Marktwert erhöhen. Designer und Modejournalisten werden auf sie aufmerksam, wichtige Kontakte werden geknüpft.

Fitting

Einer der Gründe dafür, dass Models ganz bestimmte Maße haben sollten, besteht darin, dass die Modedesigner die Outfits dann im Voraus schneidern können, noch bevor sie ein Model bei der Modelagentur angefragt haben. Allerdings bestehen von Frau zu Frau beziehungsweise von Model zu Model auch bei sehr ähnlicher Figur noch Unterschiede; bei der Modelagentur werden diejenigen gebucht, den Wunschmaßen am nahsten kommen. Es ist daher unumgänglich, dass Models vor dem Job die Kleider anprobieren oder - falls sie schon fest eingeplant sind - die Kleider an sie angepasst werden. Das geschieht beim Fitting - bei der Anprobe. Mit jeder Art von Job geht eine andere Art von Fitting einher. So kann es bei großen Fashion Shows vorkommen, dass das Fitting einige Tage im Voraus stattfindet. Dabei legen die Designer fest, welches Outfit von welchem Model präsentiert wird; bis zur Show nähen sie die Kleider um. Bei Fotoshootings findet das Fitting häufiger direkt vor Beginn des eigentlichen Shoots statt. Häufig werden die Kleider dabei in die richtige Form getrickst, zum Beispiel am Rücken gerafft und mit Sicherheitsnadeln befestigt. Auf dem Foto entsteht dann der Eindruck, das Outfit passe perfekt. In anderen Fällen kann das Fitting selbst der Job sein. Modedesigner buchen dann Models, um ihre Kreationen am "lebenden Objekt" zu testen. Diese Jobs gehen häufig an Kandidatinnen, deren Maße denen einer Durchschnittskundin ähneln. So manche Modelagentur besitzt für derartige Fittings ein eigenes Segment in ihrer Modelkartei.

Fitting Model

Das Wort fitting kommt aus dem englischen und bedeutet passend. Ein fitting Model ist dementsprechend ein Model, welches die passenden Maße für eine Kollektion hat. Oft entwerfen Designer neue Kleidungsstücke in einer bestimmten Passform. Um die Tageeigenschaften zu überprüfen, wird dann eine Testperson ausgewählt. Hierbei werden strenge Richtlinien eingehalten. Es dürfen keine oder nur sehr geringe Abweichungen vorhanden sein. Eines der grundliegenden Auswahlkriterien ist die Körpergröße. Zusätzlich muss der Umfang von Brust, Taille und Hüfte stimmen. Darüber hinaus wird die Länge von Armen und Beinen und die Breite der Schultern berücksichtigt. Durch die genau passenden Maße, kann der Designer erkennen, wie die neue Kollektion getragen aussieht. Danach können weitere Optimierungen vorgenommen werden. Um den Komfort zu steigern, muss das fitting Model außerdem über das Tragegefühl berichten. Kriterien wie Hautverträglichkeit und Beweglichkeit spielen hier eine wichtige Rolle. Im weiteren Schaffensprozess kommen die Aussagen des Models zum Tragen. Es sind möglichst genaue Äußerungen über eventuelle Fehler nötig, damit die Kleidungsstücke weiter verbessert werden können.

Folgebuchung

Von einer Folgebuchung spricht man in der Modewelt, wenn ein Model von einem Kunden nach einem abgeschlossenen Job ein weiteres Mal gebucht wird. Das heißt, dass das Model für den ersten Auftrag zum Beispiel durch ein Casting, ein Go-See oder in Folge einer Direktbuchung bei einem Kunden vorstellig geworden ist. Da es seinen Auftrag zur Zufriedenheit des Kunden erfüllt hat, bucht dieser es mindestens ein weiteres Mal. Natürlich muss es nicht bei einer Folgebuchung bleiben. Es kommt vor, dass bei der Modelagentur des betreffenden Models in regelmäßigen Abständen weitere Folgebuchungen eingehen. Auf Englisch spricht man in diesem Zusammenhang von "Re-Engagement". Die Modelagentur weiß, dass eine Folgebuchung für die Qualität eines Models spricht. Es muss durch seine Zuverlässigkeit, Umgänglichkeit und sein sympathisches Auftreten einen guten Eindruck beim Kunden hinterlassen haben. Daraus ergibt sich auch der Vorteil für den Auftraggeber: Er weiß bei einer Folgebuchung genau, was er bekommt. Außerdem ist für ihn eine Folgebuchung mit weniger Aufwand verbunden, als neue Models bei der Modelagentur anzufragen. Umgekehrt sind Folgebuchungen für Models mit mehreren Vorteilen verbunden. Einerseits ist es eine gute Referenz, zufriedene Kunden zu haben, die in Zukunft noch mehr Geld für das Model ausgeben würden. Andererseits sparen sich sowohl Model als auch Modelagentur eine aufwendige Bewerbung. Eine Folgebuchung ist ein Auftrag, für den man vorher nicht extra beispielsweise zu einem Casting anreisen muss.

Fotoshooting

Unter einem Fotoshooting versteht man in der Werbe- oder Modefotografie einen gewissen Zeitabschnitt bzw. einen Termin, in dem Fotos zu einem bestimmten Zweck aufgenommen werden sollen. Handelt es sich bei dem Shooting um ein Mode Shooting, kommen in der Regel Models zum Einsatz. Sie tragen die Mode eines Designers oder präsentieren Kosmetika. Fotoshootings können mehrere Stunden dauern und hinter den Kulissen arbeiten viele Menschen daran, dass das Fotoshooting zu einem Erfolg wird. Der Fotograf, Visagisten und Hairstylisten kümmern sich darum, dass das Model gut aussieht und Kulisse, sowie Technik stimmen. Nicht immer werden Fotoshootings in einem Studio durchgeführt, manchmal sind auch Aufnahmen im Freien oder an anderen Locations gefragt. In diesem Punkt müssen Models sehr flexibel sein. Ein Fotoshooting kann aber auch von einer Modelagentur organisiert werden, um die Sedcards der Models zu erweitern und dadurch bei potenziellen Auftraggebern zu punkten. Schon bevor sich ein Model bei einer Modelagentur vorstellt, kann Sie bei einem Fotografen ein Fotoshooting buchen, um sich bei der Modelagentur so gut wie möglich zu präsentieren. Ein professionelles Fotoshooting ist mit dem privaten Knipsen von Fotos oder dem Schießen von Selfies nicht zu vergleichen. Lichtinstallationen, professionelle Visagisten, Stylisten und Fotografen setzen das Model in der passenden Location optimal in Szene.

Gage

Die Gage ist eine feste oder erfolgsbezogene Vergütung von Leistungen, die Models, Schauspieler oder Musiker erbringen. Für Models wird meist eine Halbtages- oder Tagesgage mit Reisekostenerstattung gezahlt. Die Modelagentur zieht davon eine Vermittlungs- und Verwaltungsprovision ab. Bei der Höhe der Gage spielt der Bekanntheitsgrad des Models eine wichtige Rolle. Viele Veröffentlichungen und Fotos in renommierten Magazinen sorgen für einen höheren Tagessatz. Je nach Auftragsart und Auftraggeber werden unterschiedlich hohe Gagen bezahlt. Sollte ein gebuchter Termin nicht zustande kommen, wird zudem eine Ausfallgage vereinbart. Von der gezahlten Gage muss das Model anschließend Steuern und Sozialabgaben abziehen. Zu Beginn der Karriere sind die Gagen oft gering. Es wird mehr auf den Aufbau eines guten Portfolios mit Fotos bei bekannten Auftraggebern gesetzt. Dies steigert den Marktwert des Modells, der wiederum die Gage beeinflusst. Die Modelagentur kümmert sich um die Vermittlung des Models und führt die Verhandlungen über die Gage. In den meisten Fällen wird sie ausgezahlt, wenn der Auftrag abgeschlossen ist und die Modelagentur den Gesamtbetrag erhalten hat.

Gesundheitserklärung

Unter einer Gesundheitserklärung versteht man eine vom Model bestätigte Erklärung, dass das Model keine gesundheitliche Einschränkungen in Bezug auf einen Modeljob hat. Potentielle Kunden benötigen diese Gesundheitserklärung, um sich rechtlich vor krankheitsbedingten Ausfällen absichern zu können.

Go See

Zusammengefasst, bezeichnet Go See einen kurzen Castingtermin bei einem potenziellen Kunden. Dabei geht es aber nicht um einen konkreten Modeljob. Vielmehr schickt die Modelagentur ihr Model zu einem möglichen Auftraggeber, um sich unverbindlich persönlich vorzustellen. Bei einem Go See präsentiert das Model auch seine Modelmappe. Gelegentlich werden Polaroids angefertigt oder die Models dazu angehalten, ein paar Schritte zu laufen und kurz einige Foto- oder Laufstegposen einzunehmen. In der Regel lassen die Models ihre Sedcards da, um für zukünftige Jobs in Erinnerung zu bleiben. Hinterlässt ein Model aufgrund seiner Fotos und seines Auftretens einen guten Eindruck, kann der Auftraggeber es für spätere Jobs vormerken und dann direkt über die Modelagentur buchen. Models können auch zu Go Sees bei einer Modelagentur erscheinen. Das Model stellt sich dort kurz mit dem Ziel vor, in die Modelkartei aufgenommen zu werden. Wichtig für ein Go See ist ein professionelles Modelbook. Standard in Modelmappen sind Bilder von 20 x 30 cm Größe. Referenzen durch bereits absolvierte Fotoshootings sind neben dem persönlichen Eindruck des Models überaus wichtige Entscheidungskriterien für einen potenziellen Kunden. Models sollten unbedingt darauf achten, pünktlich, frisch und ausgeschlafen zum Go See zu erscheinen. Make-up sollte höchstens dezent aufgetragen, auffälliger Schmuck vermieden werden. Für die Kleidung bei einem Go See gilt: je schlichter, desto besser. Überaus von Vorteil ist es zudem, sich bei einem Go See mit einer positiven Ausstrahlung, offen und höflich zu präsentieren.

Influencer

Der Begriff Influencer überträgt eine schon aus den klassischen Medien bzw. der traditionellen Kommunikation bekannte Funktion und reichert diese mit den Möglichkeiten der sozialen Medien an. In der "bisherigen" Medienwelt kennt man diese Funktion bzw. diese Tätigkeit als Testimonial oder auch Multiplikator. Der Influencer zeigt Artikel aus den Bereichen Mode, Lifestyle oder auch Genuss in Ihrer Verwendung und erklärt wie sie ihren Nutzer aufwertet. Sehr beliebt sind Styling Tipps oder auch "vorher"/"nachher" Vergleiche. Der Influencer beeinflusst also durch die Verwendung von Produkten oder Leistungen und die Verbreitung des angenehmen Lebensgefühls seine Abonnenten, Follower oder auch diejenigen, die die Beiträge erstmals über Suchmaschinen finden. Neben einem neuen Lebensgefühl spielt auch die Optik bzw. Darstellung der Produkte eine große Rolle, weshalb sich die Influencer ähnlich wie ein Model stylen und sehr auf das Aussehen und die persönliche Ausstrahlung achten. Youtube und ähnliche Kommunikationsplattformen sind die natürliche Heimat der Influencer und bieten für den Einsteiger in den Model Beruf gute Promotion-Möglichkeiten. Der Begriff ist erst mit der Verbreitung der neuen Medien entstanden. Aus ersten, unbeholfenen Erklär- oder Verwendungsvideos ist dank moderner Videotechnik eine Szene entstanden, die hoch professionell arbeitet und deren Videos von Studioproduktionen kaum zu unterscheiden sind. Als Model - und damit auch Kenner der Modelabels und aktuellen Trends - können Sie durchaus auch als Influencer arbeiten. Dabei stehen Ehrlichkeit und Transparenz hoch im Kurs. Die meisten "Beeinflusser" - wie sie auf deutsch heißen - bekommen auch dadurch mehr Glaubwürdigkeit, dass sie darauf hinweisen, dass Produkte ähnlich wie bei Profi-Sportlern platziert werden. Offene Kommunikation ist die beste Ansprache, auf Schleichwerbung reagiert die Community oftmals entsetzt bis abwehrend.

Katalogjob

Die klassischen Versandhäuser haben eine lange Tradition. Das traditionelle Medium für die Präsentation der Versandhaus Produkte ist der Katalog. Dort werden die Produkte, vor allem Damen- und Herrenmode, auf tollen Bildern von professionellen Models präsentiert. Die Kataloge haben mit der Entwicklung des Internets an Bedeutung verloren. Genauso wie beim klassischen Buch, kann das Internet das Blättern in einem Versandhauskatalog nicht komplett ersetzen. Aus dem Grund freuen wir uns, dass wir Sie in unserer Funktion als Modelagentur bei der Suche nach einem lukrativen Katalogjob unterstützen können. Zwar hat ein Katalogjob nicht das glamouröse Image eines Jobs auf dem Laufsteg, dennoch ist dieser unter Models sehr begehrt. Selbstverständlich liegt das an der guten Bezahlung. Als Modelagentur empfehlen wir Ihnen den Katalogjob auch, weil die Kataloge weit verbreitet werden. Für viele Models ist der Job eine Möglichkeit, zu nationaler oder sogar internationaler Bekanntheit zu gelangen. Sie dürfen davon ausgehen, dass ein Katalogjob ein unvergessliches Erlebnis ist. Das werden Ihnen viele Models, die schonmal oder regelmäßig einen Katalogjob erledigen, ausnahmslos bestätigen. Vor allem schätzen die Models die Zusammenarbeit mit professionellen Make-Up Artists und Hairstylisten. Nicht selten können Sie bei einem Katalogjob auch vor einem berühmten Fotografen posieren. Aus den zuvor genannten Gründen sind die Anforderungen an die Models für einen Katalogjob sehr hoch. Bei unserer Modelagentur sind Sie in den besten Händen. Wir wissen genau, worauf es ankommt, um einen attraktiven Katalogjob zu ergattern. Die Maße eines Models bringen Sie bereits mit, für den Rest können sie mit unserer professionellen Unterstützung als Modelagentur rechnen.

Konfektionsgröße

Unter der Konfektionsgröße versteht man die Kleidungsgröße und Kleidergröße. Diese richtet sich nach der Körpergröße des Models. Grundsätzlich unterscheiden sich die Größensysteme bei Frauen und Männern und bei amerikanischen und europäischen Maßeinheiten. Die Standard-Konfektionsgröße bei Models liegt bei Kleidergröße 34 bis 36. Bei einem Wert von 38 und mehr spricht man von Plus Size Models. Sollten sich Änderungen bei der Konfektionsgröße eines Models ergeben, so sind diese unverzüglich der Modelagentur mitzuteilen. Grundsätzlich ist es für ein Model von Vorteil, wenn es seine Konfektionsgröße hält.

Kommission

Unter der Kommission (engl. Commisson) versteht man das Honorar, das die Mutteragentur für die Vermittlung eines Model an eine Partneragentur erhebt. Üblich ist eine Kommission in Höhe von 10% des Modelhonorars und wird von der Partneragentur bezahlt. Somit ist für das Model keine doppelte Agenturprovision (AP) ausgeschlossen.

Kundenprovision

Unter der Kundenprovision versteht man die Provision, die die Modelagentur vom Auftraggeber / Kunden für eine Vermittlung eines Jobs erhält. Dies kann ein vereinbarter Fixbetrag oder ein prozentualer Anteil des Auftraggegenwertes sein. Dabei handelt es sich nicht um die Agenturprovision, die die Agentur vom Model erhält.

Laufsteg

Ein Laufsteg ist ein erhöhtes Podest. Beim Modeln wird der Laufsteg auch Catwalk genannt und ermöglicht die perfekte Sicht auf die Models bei der Modenschau. Er reicht bis in die Sitzreihen hinein und besitzt kein Geländer. Auf dem Laufsteg defilieren die Models vor den Zuschauern und präsentieren die Mode des Designers. Perfekte Mimik, die richtige Lauftechnik und Eleganz in High Heels sind Grundvoraussetzungen um einen Job auf dem Catwalk zu erhalten. Zudem gelten starke Bestimmungen für die Größe und die Maße der Models. Die Aufträge sind sehr beliebt und deshalb nicht leicht zu bekommen. Die Gagen bei der Modenshow sind oft geringer als bei Shootings, dafür steigen der persönliche Marktwert und der Bekanntheitsgrad stark. Für die Modenshow auf dem Laufsteg gibt es einen festen Ablauf. Als Erstes läuft das Eröffnungsmodel über den Catwalk, dem anschließend weiter Models mit unterschiedlichen Outfits folgen. In einem abgetrennten Bereich hinter dem Catwalk ziehen sie sich um. Zum Abschluss treten alle Models gemeinsam mit dem Designer auf und verabschieden sich.

Location

Ein erfolgreiches Fotoshooting oder ein Filmdreh benötigt neben Models, Fotografen und Produktionern sowie liebevoll das Setup gestaltenden Menschen auch den passenden Ort. Dieser wird Location genannt und hat dank seines Designs, seiner Lichtverhältnisse und auch seiner Gesamtanmutung einen erheblichen Einfluss darauf welche Qualität die entstehenden Bilder beim Fotoshooting oder der Aufnahme bewegter Bilder haben. Bei der Auswahl der Location gibt es zwei grundsätzlich unterschiedliche Optionen: Das Fotoshooting oder der Dreh können beispielsweise innerhalb eines Studios durchgeführt werden, dann würden die Mitarbeiter des Fotografen lediglich das Setup bzw. die Kulisse verändern. Hier sind überaus stimmungsvolle Bilder möglich, ein weiterer Vorteil ist die Unabhängigkeit vom Tageslicht. Für wehende Haare oder auch den Eindruck fliegender Gewänder werden manchmal auch kleine Ventilatoren als "Windmaschinen" eingesetzt. Aufnahmen für Mode, Sportartikel oder auch Parfums werden dagegen gerne auch im stylischen Setup von Gebäuden einer Großstadt, einer hippen Bar oder auch beeindruckenden Landschaften gemacht. Neben der Auswahl des Ortes ist dabei die rechtzeitige Abstimmung mit den jeweiligen Eigentümern oder Ladenbesitzern erforderlich. Diese vermieten die Location für den Zeitraum der Aufnahmen und möchten natürlich nur sehr ungern auf die Einnahmen der Rush Hour oder Hauptumsatzzeit verzichten. Deshalb muss ein Kompromiss zwischen optimalem Zeitpunkt der Aufnahmen, dem Licht und dem Eigentümer gefunden werden. Die Location ist auch für die Models und das Arbeitserlebnis von Bedeutung: Models bekommen vielfach Orte, Gegenden oder auch hippe Lokale zu sehen, die viele Menschen nur vom Hörensagen kennen. Das Reisen, Kennenlernen von Menschen und auch das Eintauchen in fremde Kulturen ist deshalb bei vielen Top Models ein integraler Bestandteil der Arbeit.

Lookbook

Ein Lookbook ist für ein Model unverzichtbar und ihre persönliche Visitenkarte. In dieser Mappe befindet sich eine Sammlung von Fotografien. Dies können beispielsweise Arbeitsproben von verschiedenen Aufträgen sein oder auch bewusst angefertigte Fotos einer Modelagentur. Das Lookbook von Models sollte eine möglichst breite Auswahl zeigen. Dazu gehören nicht nur Fotos, die beispielsweise in Hochglanzmagazinen veröffentlicht wurden, sondern auch Bilder, die die Wandelbarkeit eines Models zeigt. Unverzichtbar sind mittlerweile Fotos mit einem natürlichen ungeschminkten Look geworden. Die Proportionen sollten gut erkennbar sein. Ergänzt kann das Buch noch Bildern mit unterschiedlichen Gesichtsausdrücken oder Posen. Im Laufe der Modelkarriere sammeln sich zahlreiche Bilder an, die für ein Lookbook infrage kommen. Gemeinsam mit der Modelagentur wird eine Auswahl getroffen, welche Fotos in jedem Fall in das Buch gehören. Wichtig ist, dass die Fotos im Lookbook aktuell gehalten werden. Der Körper kann sich verändern, Frisuren oder Haarfarben ändern sich und in diesem Fall sollten neue Fotos für das Lookbook angefertigt werden.

Mannequin

Der Vorläufer für die heutigen Models war das Mannequin. Die Bezeichnung Mannequin steht für eine Gliederpuppe, die Kleidung vorführt. Ursprünglich fand das Wort Manneken aus den Niederlanden seinen Weg an die Höfe Frankreichs, die früher das Zentrum der Mode waren. Weil sich nicht jeder eine Reise in die Modemetropole leisten konnten wurden die kleinen anatomisch geformten Gliederpüppchen die Schneidern als Vorlage dienten, die "Manneken", nach der neusten Mode ausstaffiert und in alle Welt verschickt. Daraus entstand der Begriff Mannequin. Erst 1858 änderte der Seidenhändler Charles Frederick Worth diese Handhabung. Er staffierte Personen anstatt der Puppen aus. Heute werden die Models weniger als Mannequins, sondern als Fashion Models, Couture Models oder Laufsteg Models bezeichnet. Noch vor rund 30 Jahren wurden Models nach Mannequins und Fotomodellen unterschieden. Ein Mannequin präsentiert die Mode auf dem Laufsteg. Ein Fotomodell präsentiert die Mode für Fotografen. In England wird noch heute eine Schaufensterpuppe als Manikin bezeichnet. Die männliche Form des Mannequins ist der Dressman. 2016 war die Mannequin-Challenge im Internet der Hit. Dabei galt es vollkommen still zu stehen, dabei eine Szene zu zeigen und gleichzeitig davon ein Video aufzunehmen.

Media Channels

Unter Media Channels versteht man allgemein Kanäle, die dazu dienen, potentzielle Kunden zu erreichen. Zu den bekanntesten Kanäle zählen das Fernsehen, das Radio und die soziale Netzwerke (Facebook, Twitter, Instagram, YouTube). Außerdem werden diese für Marketingzwecke verwendet, um auf dem internationalen Markt neue Kunden zu akquirieren.

Modelbook

Wenn ein Model bei einem Casting oder GoSee einer Modelagentur oder eines anderen potenziellen Auftraggebers vorstellig wird, darf das Modelbook nicht fehlen. Die Mappe, die von Fotografen auch als Portfolio oder Portfoliomappe bezeichnet wird, präsentiert die besten Bilder und anderen Aufträge des betreffenden Models. Es enthält alle relevanten Referenzen des Models. Wichtig ist dabei, dass die überzeugendsten Fotos und Arbeiten ausgewählt werden. Außerdem sollte das Modelbook unbedingt auf dem neusten Stand sein, damit sich der potenzielle Kunde einen Eindruck über die derzeitige Arbeit des Models verschaffen und auf dieser Basis eine Entscheidung über die Vergabe des Jobs treffen kann. Die Fotos können dabei in Klarsichtfolie eingefügt und somit je nach Bedarf gewechselt werden. Das Modelbook sollte von den Models stets mitgeführt werden. Nach dem Casting oder GoSee nimmt das Model die Modelmappe wieder mit. Meist hat die Modelmappe einen stabilen Kunststoffeinband und ist in der Regel 24x32 Zentimeter groß. Dieses Format ermöglicht es, einer Modelagentur oder einem potenziellen Kunden wiederum verschieden formatige Bilder im Modelbook zu präsentieren. Die Mappen sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Dabei gilt: Ein hochwertiges Buch macht auch gleich einen professionellen Eindruck. Modelbooks werden nicht selten durch sogenannte Webbooks ersetzt oder ergänzt, die bereits vor dem Casting oder GoSee per Mail von der Modelagentur an den Interessenten und potenziellen Kunden geschickt werden. Es handelt sich dabei um die digitale Variante des Modelbooks.

Modelkartei

Jede Modelagentur verfügt über eine Datenbank, in der sie ihre Models erfasst. Diese Datenbank wird als Modelkartei bezeichnet. So behält die Agentur den Überblick über alle ihr zur Verfügung stehenden Models, denn hier sind die besonderen Merkmale und die Eignungen von jeder Kandidatin abgespeichert. Gerade große Agenturen mit vielen Models unterteilen ihre Modelkartei oft in Segmente, also in verschiedene Unterkarteien, so dass sie leicht auf die Models zugreifen können, die sich besonders für einen bestimmten Zweck eignen. Flexible Models haben dann einen Vorteil, denn sie können sich in ihrer Agentur in mehreren Segmenten wiederfinden - High Fashion, Commercial und so weiter. Im Gegensatz dazu sind kleine Modelagenturen häufig so spezialisiert und betreuen so wenige Models, dass sich eine Segmentierung nicht lohnt. Wenn ein Kunde bei der Modelagentur anfragt, greift sie also auf die Kartei zurück, um das richtige Model zu finden. Wenn Sie eine Karriere als Model anstreben, besteht einer Ihrer ersten Schritte in der Suche nach einer Agentur, die Sie in ihre Modelkartei aufnimmt. Folgen Sie dafür den Anweisungen für eine Bewerbung als Model auf der Agenturwebsite. Wenn Sie die Modelagentur für sich gewinnen können, werden Ihre Daten, Maße und so weiter aufgenommen und Bilder gefertigt, um Ihre Kartei mit Inhalten zu füllen.

Modellook

Mit dem Modellook wird die Ausdruckskraft eines Models beschrieben. Der Modellook spiegelt nicht nur den Körper, sondern auch die Ausstrahlung des Models wieder. Die vier großen Kategorien, in die sich ein Modellook aufteilen lässt sind Klassik, Fashion, Beauty, Hipster und Edgy. Klassischer Modellook mit Modelmaßen repräsentiert ein Model mit makellosem Gesicht und makelloser Figur. Unkonventionelle Models werden als Edgy bezeichnet. Ihr Styling und der Look sind frecher. Männer mit Bart verkörpern die Hipster. Der Look eines Model im Bereich 50+ wird als Best Ager oder Seniorenmodel bezeichnet, denn nicht nur junge Schönheiten Anfang 20 und jünger machen Karriere auf internationalen Laufstegen. Ist ein spezieller Look gewünscht, dann ist es wichtig, dass sich das Model an den gewünschten Modellook anpassen kann. Mit der Wahl des Modellooks stimmt der Kunde die Models auf sein Produkt ab. Potenzielle Käufer sollen sich mit der Marke identifizieren können. Deshalb ist eine Einstufung des Modellooks bei einem Go See nicht immer von Vorteil, wenn ein Model wandelbar ist. Einen Unterschied im Modellook gibt es bei Commercial Models, die in der Werbung zu sehen sind und Fashion Models. Letztere müssen die klassischen Modelmaße besitzen, während Größe und Alter bei Commercial Models eher keine Rolle spielen. Bei Bodyparts spielt der Modellook keine Rolle. Hier kommt es nur auf das entsprechende Körperteil an, das präsentiert werden soll.

Modelmaße

Als Modelmaße verstand man lange im Business die klassischen Maße von 90 - 60 - 90 bezogen auf die Werte von Brust, Taille und Hüfte des Models in cm. Jedoch sind diese heute keine Voraussetzung mehr. So sind die Modelmaße bei Commercial Models eher nachrangig.

Modelrelease

Ein Modelrelease ist die schriftliche Zustimmung eines Models zur Verwendung und Veröffentlichung ihrer Bilder durch den Fotografen.

Modelvertrag

Ein Modelvertrag dient zur Klärung der Rechte an Fotos. In Deutschland und in einigen anderen Staaten ist es nicht erlaubt, Personen ohne deren Einverständnis zu fotografieren. Deshalb wird zur Sicherung ein Vertrag erstellt, in welchem die Erlaubnis erteilt wird, Fotos zu erstellen. In den meisten Fällen wird zusätzlich das Recht erteilt, die Bilder auch zu veröffentlichen. Der Vertrag sollte für die konkrete Art des Shootings ausgelegt sein. Insbesondere wenn keine oder nur wenig Kleidung getragen wird, muss dies im Voraus ausdrücklich genehmigt worden sein. Auch die Vertragspartner müssen klar genannt werden. Es müssen also Modelagentur und Models unterzeichnen. So können Missverständnisse ausgeschlossen werden. Darüber hinaus wird in einem Modelvertrag das Honorar festgelegt. Hierbei muss zusätzlich dokumentiert werden, ob es sich um eine pauschale Bezahlung oder um ein Zeithonorar handelt. Für den Fall der pauschalen Bezahlung sollte außerdem die Dauer des Shootings vertraglich geregelt sein. Das Veröffentlichungsrecht kann in unterschiedlichen Ausmaßen ausgehandelt werden. Oft erhält die Modelagentur eine uneingeschränkte Erlaubnis. Es können jedoch auch Verträge aufgesetzt werden, die beispielsweise nur der Veröffentlichung in einer einzigen Ausgabe einer bestimmten Zeitschrift zustimmen. Zusätzlich können Models ein eigenes Veröffentlichungsrecht behalten, wenn der Vertrag dies erlaubt.

Moods

Der Begriff Moods kann - anders als viele Begriffe, die mit Mode und gutem Leben zu tun haben - leider nicht direkt aus dem Englischen abgeleitet werden. Wenn Models oder auch Modelagenturen diesen Begriff hören oder verwenden, dann denken sie leider nicht direkt an Stimmungen oder Laune. Allerdings an etwas, was fast direkt damit in Zusammenhang steht: Moods im Model-Business beschreibt sehr gut ausgearbeitete Skizzen, Fotos oder Animationen bzw. Ergebnisse von Testshootings mit denen die Gesamtanmutung, die Bildführung oder auch das Setup schon sehr gut dargestellt werden. Mit diesen Moods können sich die Modelagentur und die Models schon in die Stimmung und den Auftrag so gut hineinversetzen, dass sie eine Entscheidung mit ziemlich viel Sicherheit und Genauigkeit treffen können. Sowohl was die Gesamtkomposition, als auch das zu transportierende Image und die zu präsentierenden Marken und Labels angeht. Zudem regen Moods die Fantasie an und bei der Vorbereitung des Shootings können schon vorab Verbesserungsvorschläge und kreative Ideen eingearbeitet werden - insbesondere auch was die Wirkung von Farben und der Umgebung bzw. auch die Veränderung der Beleuchtungssituation angeht.

Mutteragentur

Die Mutteragentur ist die Agentur, die das Model entdeckt hat und die das Model vertritt. Die Modelagentur betreut das Model persönlich. Newcomer werden mit Choreographietraining und Laufstegtraining auf den Einsatz auf dem Catwalk vorbereitet. Die Modelagentur vermittelt dem Model die Grundlagen des Modebusiness auf Laufsteg und sorgt dafür, dass ihre Models international bekannt werden. Models sind durch einen Vertrag an die Mutteragentur gebunden. Wird das Model gebucht, dann verdient auch die Mutteragentur daran, denn Models sind meistens freiberuflich bei einer Modelagentur angestellt. Die Mutteragentur stellt den Models einen Booker zur Seite. Er ist der Ansprechpartner für die Kunden und vermittelt die Kommunikation zwischen Kunde und Model. Als Vertreter der Mutteragentur kümmert sich der Booker um den Ablauf des gesamten Bookings. Modelagenturen sind wie persönliche Assistenten für Models. Sie fördern das Potenzial und geben Verbesserungsvorschläge, um die Ausstrahlung zu verbessern, damit das Model über die Modelagentur gebucht wird. Sie besorgen für ihr Model Aufträge bei Fotografen und Designern und haben den Überblick über die Terminplanung. Zu Beginn organisiert die Mutteragentur Testshootings bei Fotografen. Dort entstehen erste Bilder für das Modebuch des Models und die Sedcard. Erste Fotos, die Sedcard und Stylings sind in der Regel kostenlos. Eine seriöse Mutteragentur geht dafür in Vorleistung und verrechnet die entstandenen Kosten später mit den erhaltenen Honoraren.

New Face

Der Begriff New Face wird für die Models verwendet, die ihre Model-Karriere gerade beginnen wollen und in anderen Branchen als Neueinsteiger bezeichnet werden würden. In der wörtlichen Übersetzung ins Deutsche ("neues Gesicht") zeigen sich auch Chancen und Risiken: Das Model ist noch unbekannt und ist sowohl für die Modelagentur, als auch die Kunden noch ein unbeschriebenes Blatt. Neben einer persönlichen Vorstellung und einem guten Eindruck beim Casting in der Modelagentur sollte für das New Face deshalb auch die Erstellung von aussagekräftigen Unterlagen im Vordergrund stehen. Bei einem Testshooting zeigt das Model viele Facetten des Könnens und bekommt von Fotografen auch Tipps zur Wandlungsfähigkeit, zum Ausdruck und erfährt wie die Arbeit der Models funktioniert. Mit dem Ergebnis des Shootings lässt sich der Auftritt bei der Modelagentur aufwerten, eine SedCard oder Fotomappe sind sehr gängige und beliebte Medien mit denen die Models schon auf den ersten Blick einen bleibenden Eindruck erzielen können. Im besten Fall kann das New Face durch die Mischung aus gutem Bildmaterial und einem engagierten Auftritt gleich ein Momentum entwickeln.

On Stay

Der Begriff "On Stay" aus der englischen Sprache bedeutet in der Modebranche "Aufenthalt". Das Model hält sich beim On Stay im Ausland auf. Der Zeitraum des On Stay kann zwei Monate bis ein halbes Jahr betragen. Den Aufenthalt im Ausland organisiert die Mutteragentur. Deren Partneragentur im Ausland ist während des On Stay für die Models zuständig und organisiert die Unterbringung des Models. Zudem erhält das Model von der Modelagentur eine Telefonkarte, damit es immer erreichbar ist. Ein On Stay ist besonders für Newcomer und junge Models attraktiv. Sie erhalten einen Einblick in den Arbeitsalltag eines Models und knüpfen internationale Kontakte für spätere Aufträge. Die Länge des On Stay hängt vom Bekanntheitsgrad des Models und dessen Buchungshäufigkeit ab. Der Auslandsaufenthalt ist kein Ferienaufenthalt, sondern oft sehr stressig. Tägliche Castings mit der Modelagentur sind an der Tagesordnung. Die oft sehr kurzfristigen Castingtermine vermittelt der Booker des Models mit dem Ziel, so viele Kunden wie möglich für das Model zu begeistern. Die Modelagentur im Ausland geht beim On Stay in Vorfinanzierung für die Kosten der Unterkunft, An- und Abreiskosten, der Erstellung von Sedcards und für das Taschengeld. Das Model muss die entstanden Kosten durch die durch das On Stay erhaltenen Jobs wieder an die Partneragentur zurückzahlen. Reichen die Jobs nicht aus, dann bleibt die Modelagentur auf den Auslagen sitzen. Deshalb prüfen die Partneragenturen die Models vor dem Auslandsaufenthalt genau auf den Marktwert und die Beliebtheit. Sie fordern von der Mutteragentur das Modelbook, aktuelle Maße sowie Vorstellungs- und Walkvideos an.

OOH

OOH ist die Abkürzung für Out of Home. Sie bezeichnet in der Modebranche die öffentliche Werbung auf Plätzen, an Straßen und an hoch frequentierten öffentlichen Orten. Für den Einsatz von OOH von einem Model wird die Frequenzdichte von Straßen, Plätzen und öffentlichen Orten gemessen, bevor die Werbung platziert wird. Viele Personen sollen gleichzeitig mit OOH angesprochen werden. Im Gegensatz zur Werbung über Models in Hochglanzmagazinen, die von einer bestimmten Zielgruppe gekauft werden, muss bei Out of Home Werbung mit einem Streuverlust durch andere Reize gerechnet werden. Vorteile von OOH sind die geringen Kosten und der vergleichsweise geringe Aufwand für die Erstellung der Werbung. Ein Model steigert mit Out of Home Werbung seine Bekanntheitsgrad, denn die OOH Werbung umfasst Litfaßsäulen, Großflächenplakate, Superposter aber auch öffentliche Verkehrsmittel oder Großflächenposter an Einfallsstraßen. Die Modelagentur präsentiert dem Model OOH meistens im Zusammenhang mit den Byouts, den Nutzungsrechten des Auftraggebers, die dieser für seine Kampagne kaufen muss. Die Kosten dafür werden anhand der öffentlichen VELMA Tabelle ermittelt, die einen Standard in der Modebranche darstellt. Das Model erhält für Out of Home Werbung einen Prozentsatz. Dieser ist im Modelhonorar festgelegt.

Option

Mit dem Buchen einer Option hat ein Kunde einen Job für ein Model bei der Mutteragentur angefragt. Er ist sich aber nicht sicher ob das Model die beste Wahl ist und hat sich noch nicht konkret entschieden. Er sichert sich so bis zum Shooting mehrere Models für seinen Job. Eine Option ist nur zeitlich begrenzt gültig. Sie verfällt, wenn nicht drei Werktage vor Jobbeginn eine Festbuchung erfolgt. Die Uhrzeit für den Verfall der Reservierung über die Modelagentur ist dabei auf 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit festgesetzt und Samstag und Sonntag gelten nicht als Werktage. Verfällt eine Option, dann rücken weitere Optionen auf das Model nach oben. Die Modelagentur teilt dem Kunden mit, an welcher Platzierung sich seine Optionen auf das Model befinden.Die Option steht immer für eine freie Wahlmöglichkeit des Kunden. Der Kunde hat während der Zeit das Recht, auch andere Models für den Job auszuwählen. Das Gegenteil zur Option ist das Direkt Booking, bei dem das Model ohne Casting oder Go See gebucht wird. Die Festbuchung oder auch erst ein Casting oder Go See schließen sich an die Option an, wenn der Kunde das entsprechende Model der Modelagentur vor dem Verfall der Reservierung auswählt.

Optionszeitraum

Der Optionszeitraum bezeichnet die Zeitspanne in der ein Model gebucht wird, inklusive Anreise, Anprobe (Fitting), Shooting und Abreise. In dieser Zeit müssen die Models für den Kunden verfügbar sein. Durch eine Option kann der Kunde Models seiner Wahl bis drei Tage vor dem Shooting anfragen. Den Optionszeitraum muss der Kunde bei der Anfrage für das Model angeben, damit die Modelagentur, speziell der Booker, im Terminkalender des Models überprüfen kann, ob es für den Optionszeitraum infrage kommt. Die Länge des Optionszeitraum hängt vom Umfang des geplanten Shootings ab. Eventuelle Sperrtage, in denen das Modell in der Modelagentur schon Termine oder andere Verpflichtungen hat, muss die Modelagentur angeben, wenn sie in den Optionszeitraum fallen. Eine Buchung für einen Tag umfasst acht Stunden Arbeitszeit. Dauert das Shooting länger als vereinbart, dann wird dem Model die Mehrarbeit als Overtime gutgeschrieben. Diese Zeit müssen Models innerhalb von 24 Stunden an die Mutteragentur melden, damit die Overtime dem Kunden in Rechnung gestellt wird. Als Reisetage im Optionszeitraum zählt die An- und Abreise, wenn das Shooting in einer anderen Stadt oder im Ausland stattfindet. Die Models erhalten dafür meistens die Hälfte der Gage, die der Kunde mit der Modelagentur vereinbart hat.

Overtime

Geht ein Shooting oder ein Dreh zeitlich über die Stundenanzahl hinaus, die ursprünglich von der Modelagentur und den Models vereinbart wurden, wird die als Overtime bezeichnet. Ein Arbeitstag entspricht in der Regel einem Zeitumfang von acht Stunden und zusätzlich einer Stunde Pause. Arbeiten die Models mehr, wird diese Zeitüberschreitung dem Kunden in Rechnung gestellt. Das Model erhält dann eine höhere Tagesgage, denn die Überstunden werden in Form eines zusätzlichen Prozentsatzes auf dem Konto des Models gut geschrieben. Die Overtime ist prinzipiell ein wichtiger Bestandteil der Model-Buchungsbestätigung und muss im Vorfeld zwischen der Agentur un dem Kunden geregelt sein. Allerdings müssen dafür einige Voraussetzungen erfüllt sein. Damit die Rechnungserstellung auch realisiert werden kann, muss das Model innerhalb eines Tages der Modelagentur die angefallenen Überstunden mitteilen. Geschieht das nicht in der vorgegebenen Zeit, verfallen in der Regel die Überstunden, weil die Ausstellung der Rechnung durch die Agentur direkt am nächsten Tag erfolgt.

Partneragentur

Ziel eines jeden Models sollte es ein, über eine Modelagentur im Ausland bekannt zu werden. Dazu arbeitet die gewählte Mutteragentur mit mehreren Auslandsagenturen als Partneragenturen zusammen. Von dem Austausch profitieren alle Seiten. Die verliehenen Models erschließen sich durch die Partneragentur einen größeren Markt und werden bekannter, was wiederum mehr Aufträge nach sich ziehen kann. Die Modelkartei der Mutteragentur und die der Partneragentur werden durch den Austausch von Models wird aufgewertet. Bei Buchung eines Models durch den Austausch mit der Modelagentur im Ausland erhält die Mutteragentur zehn Prozent der Modelgage. Diese Provision wird im Fachjargon als Commission bezeichnet. Je mehr Partneragenturen eine Mutteragentur hat, umso erfolgreicher können Models international sein. Eine Partneragentur kann ein Model über die Mutteragentur zum Go See, einem Auslandsaufenthalt, einladen. Dahinter steht noch kein konkreter Job, sondern die Models sollen internationale Kunden der Partneragentur dazu bringen, sich für spätere Anfragen vormerken zu lassen. Das Go See wird von der Partneragentur als Modelagentur organisiert. Sie übernimmt alle Kosten, welche das Model später, wenn genügend Aufträge aus dem Go See eingegangen sind, an die Modelagentur zurückzahlen muss. Das booking der Castings mit der Partneragentur übernimmt der Booker des Models. Das Model muss sich an die Absprachen halten, die im Modelvertrag beim Umgang mit Partneragenturen festgelegt sind.

Plus Size

Als Plus Size Models oder auch Curvy Models werden Models bezeichnet, die nicht den üblichen schlanken Modelmaßen entsprechen, sondern vor allem mit Kurven ausgezeichnet sind. Plus-Size-Models arbeiten demnach als Models für Übergrößen. Designer und Modellabels haben den Wandel von extrem dünn zu natürlicher Körpergröße erkannt. Im Laufe der Jahre wurden Plus Size Models bei den Kunden immer beliebter und immer öfter gebucht. Als Grund für den Wandel wird angeführt, dass nur wenige Menschen echte Model Maße haben und eine natürliche Präsentation der Mode von den Kunden gerne angenommen wird. Des Weiteren gelten Übergrößenmodels als positives Beispiel gegen den Schlankheitswahn. Um bei einer Modelagentur als Plus Size Model unter Vertrag genommen zu werden, sollten gewisse Mindestanforderungen erfüllt sein, die je nach Modelagentur verschieden sind. Am häufigsten werden Übergrößenmodels gebucht, die mindestens Konfektionsgröße 40 tragen. Gern gesehen sind außerdem ein langer Hals, ein nicht zu rundes Gesicht und eine ansprechende Körpermindestgröße. Wichtig sind in jedem Fall eine positive, lebensfrohe Ausstrahlung, ein gepflegtes Äußeres und eine makellose Hygiene.

Polaroids

Polaroids, auch als Polas oder Snapshots bezeichnet, zeigen das Model ungeschminkt und in natürlichen Posen. Die Kleidung ist körperbetont oder das Model posiert im Bikini. Früher wurden die Polaroids mit einer Polaroid-Kamera gemacht. Heute ist das Fotoshooting für die Polaroids digital. Genau so wie früher werden die Aufnahmen nicht bearbeitet. Das Vorgehen ist für die Kunden wichtig, die sich über die Modelagentur einen objektiven Eindruck vom Model verschaffen möchten und denen eine Sedcard oder das Modelbuch nicht ausreichen, weil sich darin nicht die natürliche Erscheinung des Modells erkennen lässt. Die Kleidung des Model beim Polaroid Fotoshooting sollte schlicht sein. Weiße und schwarze Oberteile sollten vermieden werden, weil sich Weiß nicht von der weißen Wand abhebt und Schwarz ein zu harter Kontrast ist. Für die Polaroids sollte das Model ungeschminkt sein oder ein leichtes Tages-Make-Up tragen. Schuhe mit Absatz sind Pflicht. Das Model muss verschiedene Posen einnehmen, sollte aber dabei nicht übertreiben. Gute Polaroids ersetzen in vielen Fällen das Go See und das Model muss nicht persönlich erscheinen. Aufnahmen werden von der Seite und als Ganzkörperaufnahmen gemacht. Die Haare sollen für das Polaroid einmal offen und ein anderes Mal geschlossen getragen werden. Für Wäsche- und Bademodenmodels sind Polaroids in Unterwäsche vonnöten. Die Polaroids werden von zu Hause mit Hilfe einer weiteren Person geschossen, wenn sie zur Bewerbung bei einer Modelagentur dienen sollen. Neben einem Polaroid von vorn und von der Seite wird wegen der Haarlänge auch ein Foto der Rückansicht benötigt. Professionellere Polaroids werden beim Casting in der Modelagentur gemacht.

POS

Der Begriff des POS - also des Point of Sales - wird oft im stationären Einzelhandel verwendet und ist ein Oberbegriff für die Ladengeschäfte unabhängig von ihrer Fläche, Bedienungsform oder ihrer Anmutung bzw. Ausstattung. Für Models gibt es gelegentliche Einsatzmöglichkeiten vor allem bei den Premium-Warenhäusern in den großen Städten: Die Modenschauen dieser Häuser sind legendär und ziehen neben guten Kunden oftmals auch die örtliche Prominenz und die Presse an. Dort entstehen nicht nur wunderbare Bilder, es bietet sich auch die Gelegenheit den Bekanntheitsgrad zu steigern. Übrigens gibt es diese Modenschauen schon länger: Die Pariser Galeries Lafayette oder auch das Berliner KadeWe kultivieren diese Tradition schon seit der Zeit des Wiederaufbaus. Die Modenschauen am POS finden oft in einer gelockerten Atmosphäre statt und nutzen das steigende Interesse an Mode und Lifestyle. Models inspirieren Menschen und zeigen die aktuellen Kollektionen sowie einige ausgefallene Stücke wobei oftmals auch Unikate oder sehr seltene Abendgarderobe zu den Highlights der Veranstaltung gehören. Weitere Einsatzmöglichkeiten für Models am POS finden sich eher indirekt: Viele größere Häuser produzieren eigene Banner, die am POS aufgehängt werden, und suchen deshalb Models für ein Fotoshooting mit der neuen Kollektion. Erinnern Sie sich noch an einen sehr ungewöhnlichen Einsatz von - hauptsächlich männlichen - Models? Ein Textil-Filialist kam auf die Idee das Ideal eines durchtrainierten, anziehenden Körpers nicht nur auf Werbemitteln einzusetzen. Stattdessen sollten Models gerade in den ersten Wochen dafür sorgen, dass die Läden zum Stadtgespräch werden. Insbesondere weibliche Teenager standen Schlange, um am POS ein Foto mit diesen Models ergattern oder selbst schießen zu können. Diese spannende Ausnahme von der Regel soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Model am POS eher die Seltenheit ist.

Posing

Unter Posing wird die besondere Körperhaltung verstanden, die Models einnehmen, um sich, beziehungsweise die beworbenen Kleider oder Accessoires, im bestmöglichen Licht darzustellen. Das geschieht auf Fashion Shows beim Walk über den Laufsteg mindestens einmal, denn es gibt den Zuschauern die Möglichkeit, das Outfit der Models "in Ruhe" aufzunehmen. Die Kleidungsstücke müssen in Bewegung und im Stehen gleichermaßen überzeugen. Zudem erhalten so die Fotografen die Gelegenheit für gute Aufnahmen. In solchen Situationen zählen Posen, die keinen wichtigen Teil des Outfits verdecken, sondern im Gegenteil gegebenenfalls die Aufmerksamkeit auf bestimmte Details lenken. Ebenso wichtig ist das Posing vor der Kamera beim Fotoshooting, denn hier besteht das Ziel in der Aufnahme des perfekten Bildes. Häufig hat der Fotograf eine genaue Vision und erklärt dem Model vor dem Shooting, was er sich von ihm erhofft. Das Model hat dann die Aufgabe, einerseits alle Vorgaben zu erfüllen, andererseits aber selbst kreative Posen anzubieten. Wenn Models sich nicht bewegt, kann der Fotograf nur immer und immer wieder dasselbe Bild von ihnen schießen. Posing will geübt sein! Es gilt, gezielte Körperspannung einzusetzen, dabei jedoch locker und natürlich zu wirken. Wenn Sie glauben, dass Sie an Ihrem Posing noch arbeiten müssen, können Sie sich von einem Modelcoach unter die Arme greifen lassen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Agentur über die Möglichkeit für interne Coachings und Testshootings.

PPM

Unter PPM (Pre-Production-Meeting) versteht man die voraussichtliche Entscheidung eines Kunden bezüglich der Auswahl eine Models für eine Produktion. Der Termin ist grundsätzlich fest, wird aber vom Kunden in seltenen Ausnahmefällen verschoben. Hier müssen die abgegebenen Optionen von allen Vertragsparteien trotzdem gehalten werden, bis die Modelagentur eine Freigabe gibt.

Prep Day

Unter Prep-Day, auch Preparations-Day genannt, versteht man den Vorbereitungstag vor dem eigentlichen Produktionstag. An diesem speziellen Tag bereiten sich das Model mit seinem Team auf das Fotoshooting, den Werbedreh oder das sonstige anstehende Event vor. Dieser Prep-Day wird vor allem bei Jobs benötigt, bei dem eine längere Vorbereitungszeit notwendig ist. Teilweise wird dieser zusätzliche Tag vom Auftraggeber vergütet, richtet sich aber grundsätzlich nach den Buchungsbedingungen, die dem Model und der Modelagentur im Vorfeld bereits bekannt sind.

Pre-Selection

Unter einer Pre-Selection versteht man die Vorauswahl die ein Auftraggeber oder die Modelagentur trifft, um die Anzahl der in Frage kommenden Models einzugrenzen. Wenn der Auftraggeber bereits genaue Vorstellungen hat, welchen speziellen Typ für die Kampagne er sucht, kann er auch diesen direkt zum Casting einladen. Oder er beauftrag die Modelagentur mit dem Casting und frägt entsprechende Optionen der in Frage kommenden Models an.

Referenzen

Als Referenzen eines Models ist die genau Auflistung aller Kunden, Fotos und Videos der vergangenen Produktionen und Jahren zu verstehen. Zahlreiche und namhafte Referenzen sind wie Eigenwerbung für das Model. Es zeigt, was ein Model kann und wo es einsetzbar ist. Diese Listung dient auch als Bewerbung bei einer Modelagentur oder bei potentiellen Auftraggebern. Hilfreich ist die Historie auch für den Ausschluss von Konkurrenzwerbung, damit vom gleichen Model nicht ein ähnliches Produkt einer anderen Firma beworben wird.

Rehearsal

Das Rehearsal bezeichnet die Probe der Models vor der Modenschau. Anders als bei den Hauptproben im Vorfeld wird beim Rehearsal der Ablauf der Modenschau nichts mehr am Ablauf und der Abfolge geändert. Die finale Probe dient dazu, dass die Models eine gewisse Routine in der Abfolge erhalten, um Pannen bei der direkt im Anschluss stattfindenden Modenschau zu vermeiden. Das Rehearsal ist sozusagen für die Models die letzte Probe vor der eigentlichen Modenschau, die direkt am Anschluss daran stattfindet. Am finalen Rehearsal sind nicht nur die Models beteiligt, die zur Modenschau über den Laufsteg laufen. Alle Beteiligten im Hintergrund, alle Musiker, Tänzer und andere Beteiligten, wie Bühnentechniker, wirken an der finalen Probe mit. Das Rehearsal findet je nach Veranstalter bereits mit ohne Laufsteg-Outfit und Make-up statt. Es ist wichtig, dass die finale Probe ohne Unterbrechungen, genauso wie nachher beim Auftritt, abläuft, denn die endgültige Probe ist der Abschluss einer oft monatelangen Vorbereitung.

Reisegage

Unter Reisegage versteht man die Auslagen, die für die Anreise und Abreise zum Produktionsort (Location) anfallen. Diese sind unabhängig von der Modelgage und wird dem Model gesondert vergütet bzw. zurück erstattet. Unter die Reisegage fallen Positionen wie Fahrtkosten, Verpflegung und Kosten für die Übernachtung.

Reisetage

Unter Reisetage versteht man die Tage, die zur Anreise und Abreise eines Models zum Produktionsort (Location) benötigt werden. Die Reisetage sind dann notwendig, wenn in anderen Städten in Deutschland oder evtl. sogar im Ausland das Fotoshooting oder die Produktion durchgeführt wird. Diese Tage werde vom Auftraggeber meist in Höhe eines Halbtagessatz von der regulären Gage dem Model gesondert vergütet.

Sedcard

Für ein Model ist die Sedcard unverzichtbar. Sie ist das Aushängeschild des Models und damit entscheidend dafür, ob und zu welchen Aufträgen ein Model gebucht wird. Die Modelagentur nutzt die Sedcard, um das Model bei möglichen Auftraggebern vorzuschlagen. Sie umfasst im Idealfall professionelle Bilder, welche das Model in all seinen Facetten darstellen und damit seine Einsatzfähigkeit vermitteln. Daher gehören in eine Sedcard auf jeden Fall ein Porträt und ein Ganzkörperbild. Zudem ist es förderlich ein möglichst breites Spektrum an weiteren aussagekräftigen Bildern aus verschiedenen Shootings (z. B. Commercial, Beauty, Fashion) zu integrieren, um dem Kunden einen Eindruck über die Erfahrung und Wandlungsfähigkeit des Models zu vermitteln. Hat das Model schon eine Modelagentur gefunden, wird die Sedcard nicht selten von der Agentur zusammengestellt, da diese den aktuellen Markt und die potenziellen Kunden am besten kennt. Die Sedcard ist typischerweise im DIN A5 Format, wird aber bei der Modelagentur inzwischen zunehmend durch eine digitale Version ergänzt oder ganz ersetzt. Neben den Bildern muss die Sedcard auch Angaben zum Model enthalten. Üblich sind Angaben zum Namen des Models, Größe und Maße der Oberweite, Taille und Hüfte bzw. die Konfektionsgröße, Schuhgröße, Haarfarbe und Augenfarbe. Direkte Kontaktdaten des Models hinterlassen hingegen meist keinen guten Eindruck. Stattdessen sollen die Kontakte über die Modelagentur unterhalten und entsprechend die Kontaktdaten der Modelagentur auf der Sedcard vermerkt werden.

Set

Unter dem Set versteht man den Ort einer Produktion, am dem der Werbedreh oder das Fotoshooting durchgeführt wird. Dieser Ort kann in der Nähe des Wohnortes des Models sein, kann sich aber auch im Ausland befinden. Ist dies der Fall, werden dem Model neben der regulären Gage noch zusätzlich meist die Reisetage vergütet und die Reisegage übernommen. Das Set bezeichnet man den kompletten, für die Produktion notwendigen, technischen Aufbau der Ausrüstung.

Shortlist

Der Begriff der Shortlist wird insbesondere bei der Vorbereitung von Shootings, Film- und Videodrehs oder auch Modenschauen verwendet. Die Shortlist ist meist das Ergebnis der Besprechung eines Kunden mit der Modelagentur und stellt eine Art Vorauswahl derjenigen Models dar, die in die engere Auswahl des Kunden kommen. Die Shortlist kann sowohl das Ergebnis eines Castings sein, als auch anhand der zur Verfügung gestellten Präsentationsmappen bzw. Sedcards der Models erstellt werden. Aus diesem Grund investieren Models und die Modelagentur auch viel Zeit und Ideen in das Testshooting bzw. die dabei entstehenden Aufnahmen und Fotos. Die Shortlist ist zwar noch keine verbindliche Zusage für die Buchung für die Veranstaltung bzw. das Shooting, sie stellt aber schon ein wertvolles Feedback dar. In die deutsche Sprache übertragen könnte auch der Begriff der engeren Auswahl verwendet werden, bei der sich das Model schon gegen viele Andere durchgesetzt hat, die diesen Auftrag auch gerne gehabt hätten. Zeitlich gesehen vor der Shortlist würde die erweiterte Vorauswahl stehen, die auch als "Long List" bezeichnet werden kann.

Showreel

Die Bezeichnung Showreel stammt aus dem Englischen und setzt sich aus den beiden Wörtern "show" für Darbietung und "reel" für Filmrolle oder Band zusammen. Der Begriff bezeichnet eine Zusammenstellung von Arbeitsproben eines Models. Es handelt sich um Videoausschnitte aus den bisher durchgeführten Jobs und dient den Models in erster Linie als Bewerbung. Das Showreel wird an den Kunden oder die Modelagentur geschickt, um einen ersten, möglichst positiven Eindruck von den Fähigkeiten und dem Können des Models zu vermitteln. Oft wird ein Showreel im Bereich der Film- und Fernsehproduktion zu finden. Einige Kriterien sollten unbedingt bei der Erstellung des Showreel`s beachtet werden. Möchte ein Model oder ein Schauspieler für bewegte Bilder vor der Kamera stehen, sollte unbedingt genügend Zeit und Energie vorhanden sein, damit die Produktion professionell realisiert werden kann. Auch ein hochwertiges Equipment ist notwendig, damit die Darbietung als eine Art Visitenkarte auch beeindruckt. Schließlich ist es DAS Aushängeschild für Werbegesichter und Akteure.

Showroom

Beim Showroom handelt es sich um einen oftmals sehr hochwertig ausgestatteten Verkaufsraum bedeutender Modelabel oder auch von Importeuren. Models präsentieren dort die neuesten Kollektionen und Muster vor bedeutenden Einkäufern oder auch der Fachpresse. Das Ziel: Einen ersten Eindruck von den neuen Farben, Schnitten oder Materialien zu bekommen und vielleicht auch einige Fotos zu machen, die nicht alle anderen auch haben. Im Gegensatz zu einer großen Mode-Messe ist der Kontakt zwischen Modelabel und den Einkäufern intensiver. Gerade beginnende Models können hier sehr gut in den Beruf hineinschnuppern und sich langsam an das Rampenlicht und die größer werdende Bühne gewöhnen. Oftmals gibt es keinen sehr großen Laufsteg, die Präsentation hat schon fast etwas Familiäres. Neben einer direkteren Präsentationsform bietet der Showroom auch für die Modelabels wirtschaftliche Vorteile: Da die Standmieten und einige Catering-Leistungen auf Fachmessen exorbitant teuer sind, kann sich das ganzjährige Anmieten des Showrooms durchaus rentieren. Auch deshalb weil die frühere Einteilung in vier Kollektionen pro Jahr aufgeweicht ist und die Präsentation neuer Trends auch wesentlich schneller organisiert werden kann.

Sperrtage

Der Begriff Sperrtage ist bei der Zusammenarbeit der Models mit der Modelagentur und dem Auftraggeber von Shootings Film- und Videodrehs von Bedeutung. Im Kern geht es darum die zeitlichen Anforderungen insbesondere längerer Produktionen und die verfügbare Zeitz des Models unter einen Hut zu bringen bzw. miteinander abzustimmen. Dauert eine Produktion beispielsweise mehrere Tage und ist sich die Produktionsfirma noch nicht über den genauen Zeitplan klar, so kann sie einen Zeitraum bzw. eine Option bei der Modelagentur anfragen. Diese Tage oder einen ganzen Wochenblock kann die Modelagentur dann für diese eine Produktion reservieren. Da nicht alle Models immer in diesem Zeitraum zur Verfügung stehen können, köönnen Sie sog. Sperrtage angeben: An diesen Tagen können Sie nicht auftreten, beispielsweise weil sie schon ein anderes Shooting haben oder einen anderen Termin haben, der sich nicht verschieben lässt. Sperrtage dienen also der Abstimmung zwischen den verschiedenen Zeitplänen und sind auch ein Werkzeug zur guten Zusammenarbeit: Die Models sind mit vollem Engagement bei der Sache, genießen aber gleichzeitig eine bestimmte Terminhoheit in dieser selbständigen Tätigkeit.

Talente

Der Begriff Talente, oder auch Talents genannt, bezeichnet in der englischen Sprache die verschiedenen Begabungen und (Grund-) Fähigkeiten, die Models schon in das Model Business mitbringen sollten. Neben der Fähigkeit sich gesund und ausgewogen zu ernähren und auch durch Sport fit zu halten - um die Traummaße zu halten - sind es insbesondere Talente in Verbindung mit der Körpersprache. Models sollten in das Set Up bzw. die Idee hinter dem Fotoshooting oder dem Videodreh einfühlen können, um die Bildidee wirklich ausleben zu können. Diese Talente können Models ganz gezielt schulen: Dies beginnt bei der Wahrnehmung wie sich die Anmutung durch Bewegung, den Blick und den Gesamtausdruck des Gesichts schon in Sekundenbruchteilen verändern lässt. Und setzt sich in Interesse und einem Faible für den gezielten Einsatz der nicht-verbalen und paraverbalen Körpersprache fort. Models sind auch teil der Unterhaltungsindustrie und schaffen echte Mehrwerte für die Marken, deshalb gehört zu einem guten Fotoshooting und einem perfekten Bildergebnis auch das professionelle Auftreten - ähnlich wie bei umjubelten Schauspielern. Doch keine Sorge: Insbesondere New Faces können diese Talents erlernen und so Stück für Stück in das Model Business hineinwachsen.

Testimonial

Das Testimonial ist eine bereits der breiten Öffentlichkeit bekannte und angesehene Persönlichkeit, deren positives Image auf ein Produkt oder eine Dienstleistung ausstrahlen soll. Dabei muss es sich nicht unbedingt um ein Model handeln, es sind auch Menschen aus der Wirtschaft oder Film und Musik möglich. Die Modelagentur bringt ihr branchenspezifisches Wissen, bewährte Verträge und auch den langjährigen vertrauensvollen Kontakt zu den Auftraggebern mit ein, damit der Auftrag für Testimonial und das beauftragende Unternehmen ein voller Erfolg werden kann. In vielen Fällen übernahmen Models auch die Aufgabe von Testimonials: Die angebotenen Produkte gehören wirklich zum Lebensstil des Prominenten und die entsprechende Öffentlichkeitswirkung ergibt sich oftmals subtil oder auch unterschwellig am Rande von Auftritten oder Präsentationen. Die Tätigkeit von Models als Testimonials ist eine echte Win-Win-Situation: Das Produkt oder die Dienstleistung rücken in das Umfeld schöner, anziehender Menschen und Models können ihren Bekanntheitsgrad durch die Testimonial Funktion erheblich steigern. Die Modelagentur achtet im Interesse der Models ganz besonders darauf, dass das Image des Produkts und des Models zusammenpassen und das Produkte vermieden werden bei denen es eine negative Ausstrahlung bzw. Kontamination des Image des Models geben kann. Bestimmte Produkte und Unternehmen unterliegen einer - oftmals von interessierter Seite gesteuerten - massiven Kritik. Hierfür entwickelt die Modelagentur ein Gespür und steckt zudem stets die Fühler nach neuen Trends aus, so dass das Testimonial ein Produkt ziemlich risikofrei bewerben kann.

Testshooting

Das Testshooting dient zur Vorbereitung und der Herstellung von nicht-kommerziellen Musteraufnahmen. Der Begriff Testshooting ist am Besten anhand seiner Ergebnisse erklärbar: Die entstehenden Bilder werden entweder von der Modelagentur, dem Fotografen oder dem Model selbst in die Kartei oder die Präsentationsmappe aufgenommen, um zukünftige Kunden von der Leistungsfähigkeit oder auch optischen Darstellungsvarianten zu überzeugen. Ein Blick auf andere Branchen zeigt, dass es so etwas ähnliches auch dort gibt. Hier wird dann der Begriff Arbeitsprobe oder Ansichtsmuster verwendet, welches dem Vertragspartner zumeist kostenfrei zur Verfügung gestellt wird. Alle Beteiligten investieren viel Zeit und Engagement in diesen Test der Zusammenarbeit. Deshalb sollten Model und Modellagentur vorab darüber nachdenken, wie die Bilder verwendet werden sollen und wer die Arbeitsergebnisse später für sich nutzen kann. Es wird klar vereinbart, dass die Bilder nicht für große Werbekampagnen, Kataloge oder gegenüber der breiten Öffentlichkeit verwendet werden dürfen. Darüberhinaus erhält der Vertrag für das Testshooting Regelungen dafür, ob ein Beteiligter bezahlen muss und wie viele Bilder in welchem Bearbeitungszustand dann für die eigenen Unterlagen zur Verfügung gestellt werden. Die Modelagentur nimmt das Model normalerweise mit den Testbildern in die Kartei auf.

Typveränderung

Ändern Sie als Model Ihr äußeres Erscheinungsbild, wird dies als Typveränderung bezeichnet. Dazu zählt eine neue Frisur (Haarlänge, Haarfarbe), das Stechen neuer Tattoos oder direkt sichtbarer Piercings, ein neues Make-Up sowie bei Männern das Tragen eines Barts. Des Weiteren spielen drastische Gewichtsveränderungen und Schönheitsoperationen eine entscheidende Rolle. Die Modelagentur sollte bei einer Typveränderung umgehend informiert werden. Das Portfolio/Modelbook wird anschließend überarbeitet und mit neuen professionellen Bildern ergänzt, damit die Modelagentur dem Kunden bei Jobanfragen ein aktuelles Erscheinungsbild von Ihnen präsentieren kann. Zwischen einem Casting und dem entsprechenden Auftrag ist eine Typveränderung meist untersagt, denn der Kunde favorisiert das Model in der Regel aufgrund seines äußeren Erscheinungsbildes. Der "neue" Typ passt anschließend möglicherweise nicht mehr zur Vorstellung des Kunden und der Auftrag des Models kann nach der Typveränderung nicht mehr realisiert werden. Hierbei können Haftungsschäden entstehen. Um dies zu vermeiden, bedienen sich die Beteiligten oftmals diverser Formalitäten, beispielsweise dem Casting-Sheet, um sich entsprechend abzusichern.

Underwear

Für Models, die Unterwäsche präsentieren wollen, ist die Figur besonders wichtig und oft der entscheidende Faktor, um für einen Job gebucht zu werden. Im Bereich Underwear gelten häufig nach wie vor die Maße 90-60-90 bei einem gut proportionierten Körper als ideal. Dabei sollte jedoch die Körbchengröße mindestens einem B-Cup entsprechen. Die meisten Kunden bevorzugen C-Cups bei infrage kommenden Models, da so die Unterwäsche besonders ansprechend in Szene gesetzt werden kann. Bei einem Casting für Underwear sollte sich das Model darauf einstellen, die Unterwäsche der Marke in High Heels glaubwürdig zu präsentieren. Das können Korsagen, Bodys, Bikinis aber knappe Damen- oder Herrenunterwäsche sein. Die Models müssen überzeugend vermitteln, dass sie sich in der Unterwäsche wohlfühlen, daher ist ein Hadern mit dem eigenen Körper hier besonders fehl am Platz. Bei den meisten Underwear Castings ist Natürlichkeit gefragt. Es ist daher ratsam zum Casting nur leicht geschminkt zu erscheinen und eine unkomplizierte Frisur zu tragen, die dem Kunden die Gelegenheit gibt die Haarlänge zu beurteilen.

Visagisten

Visagisten, häufig auch MakeUp-Artists genannt, sind für das Make-Up und die Frisur des Models verantwortlich. Sie lassen kleiner Probleme, wie Pickel und Hautirritationen verschwinden und vervollständigen die kreative Arbeit des Stylisten. Grundsätzlich gilt: je perfektes Erscheinungsbild der Models durch den Visagisten, um so geringer ist die notwendige Bildbearbeitung im nach hinein. Ein Neueinstiger im Business muss sich, wie ein Newcomer Model, ebenso erst einmal einen Namen machen. Dies erfolgt meist über kostenlose Arbeiten des Visagisten (sog. Freetests), bei denen ein Visagist ohne Bezahlung arbeitet. Jedoch erhält er als Gegenleistung Referenzbilder, die seine professionelle Arbeit dokumentieren. Wurde die Phase der Freetests vom MakeUp-Artist erfolgreich absolviert und hat er entsprechende Referenzen aufgebaut, so kommen die Jobangebote von selbst. Denn gilt: kein professionelles Fotoshooting ohne entsprechendem Visagisten.

Vorstellungsvideo

Das Vorstellungsvideo ist neben Fotos ein weiteres Hilfsmittel um potenzielle Auftraggeber zu gewinnen. Gemeinsam mit der Modelagentur oder in Eigenregie erstellt das Model sein Vorstellungsvideo. Dabei geht es um die kurze Darstellung der Persönlichkeit, Mimik, Gestik und des Laufstiels. Dadurch kann sich der Auftraggeber ein besseres Bild über das Model machen und eine fundierte Entscheidung treffen. Um auch für internationale Aufträge verfügbar zu sein, sollte das Vorstellungsvideo auf Englisch sein. Oft gehört das Video zum Vorstellungsgespräch in der Modelagentur dazu. Im Vorstellungsvideo stellt sich das Model zu Beginn kurz vor. Anschließend erfolgen Nah- und Porträtaufnahmen von allen Seiten mit offenem und geschlossenem Haar. Nun erfolgt der Walk in Richtung Kamera, kurzes Posieren und einige Abschiedsworte. Um für eine bessere Vergleichbarkeit unter den Models zu sorgen, sind die Videos der Modelagenturen oft sehr ähnlich aufgebaut und es existieren exakte Beschreibungen für den Ablauf. Die Videos bieten den großen Vorteil, dass der Auftraggeber Bewegungsmuster und Persönlichkeit der Models besser beurteilen kann.

Werbedreh

Unter einem Werbedreh versteht man die Produktion eines kurzen Films für eine Dienstleistung oder Label. Diese Werbespots werden meist im Kino, TV oder im Internet ausgestrahlt und werden mit zusätzlichen Buyouts vergütet. Da die Spots meist nicht länger als dreißig Sekunden lang sind, ist es wichtig, dass das gebuchte Model die Werbebotschaft in kurzer Zeit übermittelt, Emotionen weckt und den Kunden zum Kauf des Produkts anreget. In der Praxis über nimmt der Kunden zusammen mit einer Werbeagentur die Planung und die Konzeption. Steht dieses, engagiert die Werbeagentur eine Produktionsagentur um den Werbedreh umzusetzen und das Modelbooking zu arrangieren. In der Praxis unterschiedet sich der Dreh kaum von einer richtigen Filmproduktion und ist technisch und organisatorisch sehr aufwändig umzusetzen.

Werbegesicht

Unter einem Werbegesicht versteht man ein Model, welches mit seinem Gesicht für ein bestimmtes Produkt oder eine spezielle Dienstleistung wirbt. Oft führt dies beim Endkunden recht zügig zu einer engen Verknüpfung der Marke mit dem Werbegesicht, welches nun mit dem Produkt eng assoziiert wird. Dies kann bei positivem Feedback durch den Endverbraucher zu regelmäßig verlängerten Verträgen und damit einem langfristigen Auftrag für das Model führen. Für das Model kann ein solcher Auftrag einen schnell wachsenden Bekanntheitsgrad und Marktwert bedeuten. Gleichzeitig kann die enge Assoziation mit dem Produkt dazu führen, dass das Model für andere Aufträge wegen eines zu hohen Wiedererkennungswertes in Verbindung mit einem anderen Kunden nicht infrage kommt oder aber es wird von vorneherein für Aufträge ähnlicher Marken gesperrt. Um diesen Nachteil zu kompensieren, werden Aufträge für Werbegesichter in aller Regel besonders gut entlohnt und hohe Gagen sind möglich. Um als Werbegesicht arbeiten zu können, sollte das Model einen interessanten, aber kommerziellen Look haben und verschiedene Emotionen natürlich vor der Kamera wiedergeben können. Ein Werbegesicht wird für Werbeplakate, Werbefilme oder Werbeclips eingesetzt.




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